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Wie in der Musik ein einzelner Ton begeistern und erschüttern kann, so vermag in der Malerei oder in einer Radierung eine einzige Linie zu beflügeln und zu irritieren. Auch ein Orchester kann Gefühl und Geist stark bewegen, ebenso wie ein Gemälde und eine komplex aufgebaute Radierung.  

 

Udo Scheel ist 1940 in Wismar geboren. Er ist Maler, Radierer und Hochschullehrer. Er hat Kunst an der Hochschule für bildende Künste Hamburg studiert und hatte seit 1972 eine Professur an der Kunstakademie Düsseldorf in Münster inne.

 

In seinen Arbeiten berühren sich reale und phantastische, mythologische und alltägliche Szenen und Begebenheiten. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Kultur der Gegenwartskunst

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1. Produktivität und Kultur

 

 

 

2. Die Unordnung des Hauses

 

 

 

3. Bedingungen der Gegenwartskunst

 

 

 

4. Die Gegenwartskunst

 

 

 

5. Aufmerksamkeit und Kunst

 

 

 

6. Das Globale in der Gegenwartskunst

 

 

 

Literatur

 

 

 

 

Die Kultur der Gegenwartskunst

 

  

 

1. Produktivität und Kultur

 

Alles was ist, hat eine Form. Und was immer der Mensch tut – ob er spricht, arbeitet, kommuniziert oder Werke schafft – er kann es nur in einer bestimmten Art und Weise tun, zum Ausdruck bringen. Und diese Art und Weise ist ein Schema, das fest an eine bestimmte historische Zeit gebunden ist – an die Epoche einer Kultur. Kein Kleid, keine Denkweise und kein Kunstwerk lassen sich einer anderen Zeit zuordnen, denn jede Epoche hat ihren unverwechselbaren Stil und Charakter.

Alles was ist, nimmt der Mensch nach diesem Schema auch wahr. Das Schema schließt die Menschen zu einer Kultur und Gemeinschaft zusammen. Deshalb ist kein Auge unschuldig.[1] Durch das Schema halten Wahrnehmungen vergleichbare Formen zu der Art und Weise des Tuns.

 

Das Schema erzeugt allgemeine und kollektive Formen,[2] die charakteristisch sind für eine Kultur und Epoche – etwa die Kultur der Renaissance oder der Gegenwartskunst.

 

Wahrnehmungen sind nicht allein durch die Sinnesorgane des einzelnen bestimmt, sondern zugleich durch die vorgegebenen kollektiven Meinungen, Ansichten und Bewertungen. Wie auf dem Hintergrund eines solchen kollektiven Schemas der Mensch die Welt wahrnimmt, so drückt er sich aus, modifiziert das Ausdrücken jedoch durch persönliche Erfahrungen und das eigene Vermögen. Dadurch nimmt er die Welt zweifach wahr: einerseits kollektiv und allgemein andererseits subjektiv und vereinzelt. In der Möglichkeit der persönlichen Färbung liegt die Freiheit aller Kunst.

 

Kultur, Gegenwart und Kunst sind drei zusammengehörige Begriffe. Alle drei lassen sich nur bedingt definieren. Sie lassen sich aber umschreiben, erläutern und auslegen.

 

Gegenwart ist nicht das absolute Jetzt. Sie ist eine Metapher. Eine Illusion und bloßer Schein wie Punkt und Linie, die beide nicht real sind, sondern ihr Wesen gerade darin haben, dass sie nur als Idee bestehen. Gegenwart ist ein Grenzphänomen mit einer Dauer, die gegen Null strebt. Ein Umschlagpunkt von Vergangenheit in Zukunft, die sich überlappen und eine gemeinsame Schnittmenge haben, weil das Leben Abläufe in der Zeit sind. Die Gegenwart und ihre Dauer sind vielfach untersucht und bestimmt worden. Wissenschaftler verschiedener Disziplinen haben sich an die Gegenwart herangetastet. Sie dauere infolge eines Lidschlags oder eines Atemzuges 3 bis 4, infolge der inneren Uhr des Menschen 2,3, infolge der Aufenthaltsdauer von Informationen im Ultrakurzzeitgedächtnis 20 Sekunden, sowie durch die Gegenwartskunst mehr als ein halbes Jahrhundert. So muss die Gegenwart mit der Nichtexistenz oder ihrer Unbestimmtheit leben.

 

Kunst hat vielfältige Funktionen. Kunstwerke können Erkenntnismedien oder Genussmittel sein, können Botschafter ihrer Epoche und Bereiter von Freude sein – für Betrachter und Produzenten gleichermaßen –, sie können Sammlerobjekte sein, sich zu Symbolen des Widerstandes entwickeln oder Ausdrucksmittel für Erfahrungen sein. Die Kunstproduktion wird auch oft als ein Beruf mit nicht entfremdeter Arbeit definiert. Werke der Kunst sind charakteristische Zeichen ihrer Entstehungszeit, da sie genau der Kultur angehören, in der sie entstanden, insofern erweisen sie sich als Spiegel ihrer Zeit. Doch indem sie zugleich Wirkungen zeigen, spiegeln sie nicht nur, sondern sind aktive Werkzeuge, die die Kultur beeinflussen und Anlass dafür sein können, dass Menschen die Richtung ihres des Denkens und Verhaltens modifizieren und sogar ändern. Auch die Gegenwartskunst bleibt ein Kind ihrer Zeit, auch wenn sie alle Stile und Mittel in sich fassen kann. Kunst ist kein Luxus und kein Überfluss, sondern ein integratives Kommunikationsmittel: Sie kommuniziert Kultur – Werte, Weltansichten und Verhaltensentwürfe. Kunst darf auch schön sein und Freude bereiten. Sie muss auch nicht wehtun, wie es Theodor W. Adorno fordert. Schönheit und Freude sind sogar Bedingungen für Kunst.

 

Die Kultur der Kunst ist der Hintergrund, aus dem die Werke der Kunst hervorgegangen sind – aus dem politischen, geistigen, ökonomischen und sozialen Kontext der Zeit.

 

Die Alten Ägypter machen das Wesentliche, Einmalige und Göttliche sichtbar sowie die Unantastbarkeit der Götter und Pharaonen und ihre Relation zur Ewigkeit. Dazu verwenden die Künstler eine a-perspektivische Darstellungsform. Ein See, den Bäume säumen, zeigt sich als Umrisslinie des Sees, neben dem Bäume liegend dargestellt sind. See und Bäume werden nicht überschnitten. Auch Personen stehen frei für sich. Irritierende Überschneidungen und Unruhe stiftende Hintergründe und Umgebungen werden ebenso vermieden wie Schatten, sowie die Darstellung von Bewegung. Streng formalisiert wie die Gestalt des Menschen. Kopf und Beine sind im Profil, Auge, Oberkörper und Arme frontal dargestellt. Wie unverrückbar, unantastbar, ewig.

 

Im Mittelalter dreht sich alles um die göttliche Ordnung, den Ordo. Ob Personen, Objekte oder Instanzen – dargestellt wird das Wesentliche. Die Künstler treten hinter ihr Werk zurück und bleiben anonym. Sie verwenden die Bedeutungsperspektive. Das wichtigste, meist das Geweihte – Stifter, Kaiser oder Heilige – wird vergrößert wiedergegeben, auch wenn sie im Hintergrund erscheinen. Ihre Größe entspricht oft ihrem Rang im mittelalterlichen Ordo.

 

Die Renaissance rückt den Menschen in den Mittelpunkt der Welt. Wenn Mensch und Objekt in den Vordergrund rücken und praktische Funktionen symbolisieren, eignet sich die lineare Perspektive, eine Darstellungsweise die nicht nur den Menschen und eine Wahrnehmung der Welt durch das Auge ins Zentrum rückt, sie ist auch geeignet, als Bauzeichnung zu dienen. Nicht das Wesen ist Trumpf, sondern der Schein, der Eindruck von der Welt und ihrer Elemente. Das ist die Perspektive einer Gesellschaft, die bauen, produzieren und wirken will. Der Beginn einer forcierten Technik.

 

In Büros, Wohnräumen, Transportmitteln und öffentlichen Räumen der Gegenwart sind alle Objekte technische Dinge, was bedeutet, dass sie von Menschen gemacht sind. Technik, gedacht als List und Hinterlist gegenüber der Natur. Die Natur kennt weder Dinge noch Objekte, noch Gegenstände. Der Mensch nennt sie auch Produkte, denn sie werden produziert, was meint, dass der Mensch Material mit Händen aus der Natur, der Erde, heraus führt (pro ducere) und in dingliche Formen überführt. Letztlich besteht alles, was der Mensch produziert, aus Naturstoff, nur eben in umgestalteter Form durch Menschenhand zu technischem Gerät.

 

Die Kultur der Gegenwartskunst ist der Hintergrund, aus dem die Kunstwerke der vergangenen fünfzig Jahre hervorgegangen sind. Da sich in der Renaissance eine Ökonomie und eine Weltanschauung etablieren, die sich weiterentwickelt und enorm differenziert haben, deren Prinzipien aber immer noch wirksam sind – die kapitalistische Produktions- und Denkweise als Kultur der Produktivität und Effizienz –, ist die Epoche der Renaissance eine grundlegende Basis für Gegenwartskunst.

 

 

 

2. Die Unordnung des Hauses

 

Als Folge der Auflösung der mittelalterlichen Ordnung entsteht eine Zeit des Aufruhrs und der Unsicherheit – die Welt der Renaissance. Die Zeit großer Unordnung, denn das Bürgertum entwickelt Handwerk und Handel, bindet sie an die Wissenschaften, erlebt einen wirtschaftlichen Aufschwung und macht sich Adel, Klerus und Bauerntum zu Konkurrenten. Die Bürger gewinnen rasch an politischem Einfluss und bilden eine ihnen angemessene Weltanschauung aus, eine bürgerliche Kultur – ihre besondere Art und Weise, die Welt wahrzunehmen und auszudrücken. In dieser Übergangszeit sind Tradition und Modernität unversöhnliche Gegensätze, die das Leben unsicher, unberechenbar und gefährlich machen. Heute, 500 Jahre später, ist die Welt anders, und immer noch in Unordnung. Doch heute können wir es genauer sagen: Unsere Welt ist in Unordnung. Unser Haus, der Oikos, der den Griechen das große Haus, das Weltall, und zugleich das humane, von Menschen errichtete Haus ist. Da Oikos auch Haushalten heißt, die gelungene Balance von Ein- und Ausfuhr – also Ökonomie und Ordnung –, zeigt sich, dass die Balance unseres Hauses gestört ist.

 

Die Unordnung unseres Hauses durch Klimawandel, Krieg und Migration, durch Wirtschaftsbetrug, Ignoranz und Armut überrascht nicht, denn die unterschiedlichen Kulturen treffen als Partner, aber auch als Konkurrenten so nah aufeinander wie nie zuvor. Das ist ein Preis der Globalisierung.

 

Doch Globalisierung ist weder ein Unfall noch ein Unglück, sondern hat eine lange Geschichte und ist die Chance, die Erde anders zu ordnen und friedlich zu bewohnen. Die Globalisierung ist so alt wie der Mensch, der von Anbeginn an eine Neigung dazu in sich trägt. Er hat ein Gedächtnis und Verstand, geschickte Hände und ein vermögendes Gehirn, er kommuniziert bereitwillig und leidenschaftlich und erweitert unaufhörlich sein Wissen und seine Fertigkeiten, die er an nachfolgende Generationen weitergibt, die das Ordnen und Gestalten der Welt nun auf erhöhtem Niveau fortsetzen. Vor allem aber heben sie das Niveau erneut an. Auch Kulturen geben ihr Wissen an andere weiter. Immer wieder haben Kulturen voneinander profitiert, ob sie gegeneinander Krieg führten oder kooperierten. Wie könnte es da sein, dass sich kleinere Gemeinschaften im Laufe der Jahrzehntausende nicht zu immer größeren Einheiten zusammenschlossen? Bis hin zur Weltgemeinschaft.

 

Der Prozess dauert an und hat eine enorme Weltbevölkerung, Dörfer und Riesenstädte, unendlich viele Dinge und Apparate, Infrastrukturen und Netzwerke für das moderne alltägliche Leben hervorgebracht. Weltsport, Tourismus, Weltkrieg, Weltpolitik und Weltkunst sind Zeichen davon, dass diese Welt – unser Haus – sich auf dem Weg in die Globalität befindet. Globalität ist die Phase, in der das Hauses geordnet sein wird. Eine Phase, in der die persönlichen und lokalen Angelegenheiten mit den globalen zusammengedacht und praktiziert werden. Auch diese Phase wird vorübergehen und erneut Unordnung stiften – allerdings eine mildere, weil sie sich auf einem höheren moralischen und technischen, ökologischen und geistigen Niveau befindet. Auf dem Weg dorthin müssen die Menschen noch viel über die eigene Kultur und über fremde Kulturen lernen und aufmerksam sein: auf sich selbst und auf Mitmenschen, auf die Natur und alles Fremde. Das Verbindende dieser Aufmerksamkeiten ist Liebe. Weniger pathetisch heißt es auch Respekt, gegenseitige Anerkennung, Toleranz.

 

Diese Gegenwart und diese Utopie sind die zweite kulturelle Basis, aus der Künstler ihre Motivation und ihre Themen ziehen und eine Gegenwartskunst zur Erscheinung bringen.

 

 

3. Bedingungen der Gegenwartskunst

 

Künstler haben meist im Auftrag der Höfe, des Staates und religiöser Institutionen gearbeitet. Die Werke – im Rahmen der kanonisierten Sujets und Themen gewonnen – waren zugleich geprägt von der besonderen Maniera der Künstler. Es war gerade ihre besondere Art und Fertigkeit, die ihre Aufträge begründete. Dies war ihr Spielraum. Um ihre eigenen Vorlieben und politischen und emotionalen Anliegen ausdrücken zu können, mussten sie ebenso aufmerksam für neue Formen und Bildinhalte sein wie für die Umstände ihrer Zeit, wie Leonardo da Vinci offen gegen die mächtigen Vertreter der christlichen Kirche opponiert: „Die Mutter aller Wahrheit ist die Erfahrung.“ Ein mutiges, in der Zeit riskantes Statement, denn es bedeutet, dass nun als Mitte der Welt der Mensch gilt, das Individuum, nicht länger Gott. An diesem Bekenntnis wird der Zusammenhang von Gegenwart, Kunst und Kultur offenbar. Ein Beispiel, das für jede historische Zeit gefunden werden kann. Für die Gegenwartskunst stelle ich vier Bedingungen vor.

 

1. Die Geschichte der abendländischen Kunst offenbart einen Prozess der Demokratisierung. Abzulesen an den dargestellten Personen. Zuerst sind es Götter, Heilige und Kaiser, seit dem 3. Jahrhundert Christus, seit dem 6. Jahrhundert Maria, dann Päpste, Kardinäle und Mönche und seit dem 12. Jahrhundert Gott als menschliches Wesen. Erst im 14. Jahrhundert sind Bürger an der Reihe – doch lediglich die kleine Oberschicht der regierenden Herren – Vertreter des Patriziats. Danach sind es die wohlhabenden Kaufleute, bis immer weitere Bürgerschichten bildwürdig werden. Dann kommen Bauern und Arbeiter hinzu. Von da an ist jedes menschliche Wesen in der Kunst bildwürdig.

 

2. Die Geschichte der abendländischen Kunst hat einen Nullpunkt. Auf die Bedeutungsperspektive des Mittelalters folgt die lineare Perspektive als naturhafte Darstellung von Renaissance und Barock, bis im 19. Jahrhundert die Naturdarstellung allmählich aufgegeben wird. Von 1870 bis 1915 erlebt die Kunst drei Revolutionen. Paul Cezanne sucht Grundformen der Natur, um ihr Innen sichtbar zu machen – ohne Konturen und Perspektive. Er geht von der Farbe aus und sagt: „Wenn ich male, denke ich nicht. Ich sehe nur Farben.“[3] Während er die Malerei von der Form her verändert, wandelt Käthe Kollwitz den Inhalt, das Sujet. Sie erfindet einen neuen Bildinhalt – etwa die aufständischen Weber. Für sie hat Kunst „die Aufgabe, die sozialen Verhältnisse aufzuzeigen.“[4] Die dritte Revolution ist der Nullpunkt, die äußerste Reduktion sowohl von Form und Inhalt – das Schwarze Quadrat. Kasimir Malewitsch sagt: „Ich wollte die Malerei vom Gewicht der Gegenstände befreien“[5]. Das Schwarz nimmt alle bis dahin gezeigten Gegenstände und Farben, Formen und Stile der Malerei in sich auf und löscht sie aus. Allerdings eine produktive Auslöschung, da sie neue Möglichkeiten der Darstellung schafft, da sich nun alles aus dem Schwarz herausarbeiten lässt – etwa ein reines Gelb oder Rot, eine Farbkombination, Formen beliebiger Gestalt und neue Stilrichtungen, Menschenfiguren und Phantastisches. In der Folge entstehen Pointilismus und Expressionismus, Impressionismus und Abstrakte Kunst, Kubismus und Surrealismus, das Informel, der Kunstfilm, Fluxus und Performances. Von da an ist alles in der Kunst bildwürdig – auch das, was zunächst nicht als Kunst gedacht war, kann unter bestimmten Bedingungen zur Kunst erhoben werden.

 

3. Die fortgeschrittene Globalisierung ist eine Bedingung der Gegenwartskunst. Wenn etwas, das ursprünglich nicht zur Kunst gehört, sich zur Kunst hin öffnet, ist von Gegenwartskunst die Rede. Dass, wenn Rirkrit Tiravanija kocht und serviert.[6]Das betrifft die Künstler ebenso wie ihn als Künstler. Rirkrit Tiravanija ist Thai, geboren in Buenos Aires, studierte in den USA und Kanada und lebt und arbeitet in Bangkok, Berlin und New York. Es sind offene Angebote, die Fragen nach ihren Möglichkeiten erlauben. Ein Künstler mit den Merkmalen des Globalen.

 

4. Der Wandel der Medien und Mittel schlägt sich in der Kultur nieder. Neue Medien und Werkzeuge können Künstler zwingen, sich neu zu orientieren. Wie die Kunst der Moderne auch eine Reaktion auf die Präzision und den Naturalismus der Fotografie ist, gegen die sie sich zu behaupten versucht. Pablo Picassos ironische Bemerkung „Da es die Fotografie gibt, kann ich mich auch erschießen“[7] hat immerhin die klassische Moderne eingeleitet, ein weiterer Ausgangspunkt für die Gegenwartskunst. In den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts hat es eine Flut neuer Ideen, Mittel und Disziplinen der Kunst gegeben – durch neue Themen wird die westliche Gesellschaft auf den Prüfstand gestellt – Krieg, Unterdrückung indigener Völker, Umweltverschmutzung, Bildungsnotstand, die Ausbeutung vieler Menschen im Arbeitsprozess, die Unterdrückung der Frau und die weltweite Armut bringen Feminismus, ökologische Strategien, die Friedensbewegung und die Politisierung der Jugend hervor und führen in der Kunst zu neuen Inhalten und Formen – zur Gegenwartskunst.

 

5. Der Wandel der Kultur schlägt sich in der Kunst nieder. In den 60-er Jahren des 20. Jahrhunderts entwickelt die Jugend weltweit ein neues Lebensgefühl. Sie revolutioniert Denkweisen, lehnt den blinden Gehorsam ab und versucht sich in alternativen Lebensformen, in denen das absolute Ego kritisch hinterfragt wird. Ein Mehr an Aufmerksamkeit und Achtsamkeit entwickelt sich – das und der andere sind weniger Konkurrenten und Feinde, sondern potenzielle Partner und Freunde, was immer wieder in der Kunst zum Ausdruck kommt. Doch der fällige Wandel ereignet sich nicht überall. Zwar ist die Herrschaft des Mannes ein aktuelles Thema, doch die jüdische, christliche und muslimische Religion stehen einem radikalen Wandel noch im Weg.

 

Mit dem Wandel vom Privaten zum Politischen, mit der Darstellbarkeit von jedermann und allem, mit dem fortgeschrittenen Zustand der Globalisierung sowie mit der Entstehung von Happenings und Videokunst, von Installationen, Medienkunst und Performances, die nicht mehr in den Kanon der klassischen Kunstgattungen passen, leiten die Künstler die Kunst der Moderne über in eine neue Epoche – die Gegenwartskunst.

 

 

4. Die Gegenwartskunst

 

Gegenwärtig kann alles Kunst werden. Jedes Sujet ist erlaubt, jedes Kunstmittel recht und jede Vermarktungsstrategie respektiert. In kurzer Zeit hat die Gegenwartskunst eine Fülle an Stilen und Mitteln, an Gattungen und Formen, an Theorien und Methoden hervorgebracht, und ist daher erklärungsbedürftig geworden und nicht einmal mehr für Experten überschaubar, weshalb zu ihrer Bewertung alle mit der Kunst befassten Menschen gehören wie Sammler, Galeristen, Museumsdirektoren und Kuratoren, wie Philosophen, Kunstliebhaber und natürlich Kunsthistoriker und Künstler.

 

Die Gegenwartskunst ist ein gesellschaftlicher Diskurs. Das Schaffen und Genießen ihrer Werke kann Freude und Ruhe hervorrufen, doch auch nachdenklich machen und schockieren. Sie hat das Potenzial, gegen jeden Missstand anzutreten, sich Gehör zu verschaffen und sogar Veränderungen zu veranlassen. Doch wenn ihre erfolgreichen Vertreter mit ihren Werken zur Austauschbarkeit und Einförmigkeit der Warenwelt in Opposition treten, verdienen manche dennoch gut am Warencharakter ihrer Werke.

 

Die Gegenwartskunst ist zugleich ein persönlicher Diskurs, denn der Prozess der Demokratisierung und Individualisierung, den die Geschichte der Kunst offenlegt, wird fortgesetzt. Der Mensch erscheint nicht mehr nur als Individuum und unteilbare Ganzheit, sondern als Summe unterschiedlicher physischer und psychischer Elemente. Hier liegt die Stärke der Gegenwartskunst: sie verfügt über Mittel, in Gefühle, Befindlichkeiten, Abneigungen und Sehnsüchte eintauchen und diese anschaulich machen zu können. Aber es geht auch hinein in den Leib, wie bei Mona Hatoum, die eine endoskopische Kamera durch ihr Innen fahren lässt und Mund, Hals, Magen und Darm durchleuchtet und dem Betrachter einen voyeuristischen Blick in fremde Eingeweide gewährt.

 

Die gesellschaftliche und die persönliche Wahrnehmung, Produktion und Rezeption von Kunstwerken sind zwei wesentliche Pole der Gegenwartskunst.

 

 

5. Aufmerksamkeit und Kunst

 

Wenn sich der persönliche mit dem gemeinschaftlichen Diskurs anfreundet, öffnen sich beide und münden in einen Diskurs der Aufmerksamkeit. Das setzt ein Individuum voraus, das souveräner ist als das der vergangenen fünf Jahrhunderte, und offener als das, das in der Epoche der Renaissance geboren wurde. Am radikalsten isoliert George Berkeleys in seinem Solipsismus das Individuum, da er nur ein Bewusstsein kennt – das eigene. Auch Max Stirners Individuum lebt in der Isolation. Sein Hauptwerk heißt: Der Einzige und sein Eigentum. Sören Kierkegaard macht das Individuum zusätzlich klein, indem er es allein vor Gott stellt, während Friedrich Nietzsche es aufbegehren lässt und mit einem Willen zur – individuellen – Macht ausstattet. Martin Heidegger öffnet die Isolation und sieht in der persönlichen Befindlichkeit eine Grundlage für Aufmerksamkeit, Kunst und Erkenntnis, und mit seinem persönlichen Kredo „Ich, immer nur ich“ erweist sich das Individuum von Timm Ulrichs als argwöhnisch. Außer bei Kierkegaard ist der Mensch aus dem Bannkreis der Götter herausgenommen, steht für sich und kann sich auf keine vertraute Instanz stützten. Doch gerade dadurch stellt sich eine Chance für den Blick auf den Anderen und die eigne Aufmerksamkeit ein.

 

Der Sinn für Aufmerksamkeit hat sich allmählich ausgebildet. Asiatische Kulturen wissen seit zweieinhalbtausend Jahren, dass die Befindlichkeit von der Aufmerksamkeit abhängt, die im Zusammenspiel von Atmung und Muskulatur ausgebildet wird. Wie im Thai Chi, im Yoga und in Meditationen. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts haben Elsa Gindler und Heinrich Jacoby zur Besserung des Wohlbefindens Aufmerksamkeitsübungen entwickelt, die Charlotte Selver später Sensory Awareness – Kultivierung der Wahrnehmungsfähigkeit – genannt hat. Die Übungen zielen auf die Ausbildung von Aufmerksamkeit und die Sensibilisierung von Regungen, die die Funktion von Atem und Muskel so lenken, dass das Wohlbefinden verbessert und das Immunsystem gestärkt wird. In der Mitte des 20. Jahrhunderts haben Mosche Feldenkrais und Friedrich Alexander zur Besserung von Aufmerksamkeit Muskelschulungen entwickelt, um durch Aufmerksamkeit Einfluss auf Atmung und Bewusstheit zu nehmen.

 

Gegen Ende des Jahrhunderts werden die Techniken zur Verbesserung von Aufmerksamkeit durch Elemente der Kommunikation erweitert. Ambiguitätstoleranz, Gewaltfreie Kommunikation, Compliance, Negative Capability und Unsicherheitsabsorption[8] verbessern das persönliche Wohlbefinden im Kontext von Kommunikation und Verantwortung und fördern Toleranz, Rücksicht und Gewaltaltfreiheit. Eigenschaften, die im Zustand fortgeschrittener Globalisierung notwendig sind, da sie das Engagement zugleich für die eigene Person und für die Gemeinschaft fördern und das Gefühl dafür erleichtern, dass alle Menschen, trotz Verschiedenheit, Bewohner derselben Erde sind, und dass sie sich für das große Haus ebenso wie für das eigene Heim verantwortlich fühlen. Rationales Erkennen allein reicht nicht, denn der Mensch kann sich einerseits nur entscheiden, wenn er überhaupt fühlen kann, andererseits kann er sich nur für das entscheiden, was er fühlt.

 

Schon Arthur Schopenhauer hat sich mit der Relation von Aufmerksamkeit, Kunst und Erkenntnis beschäftigt. Schopenhauer geht von zwei Annahmen aus – Leben ist gleichbedeutend mit Leiden und alles was ist – das All, die Natur und der Mensch – sind das Resultat eines kosmischen Willens. Dieser grundlose waltende Wille drücke sich für ihn in den Bewegungen des Leibs aus, der dem Menschen auf zweifach gegeben ist: als Objekt der Außenwelt und in der Selbstwahrnehmung als Denken, Fühlen und Wollen. Die Äußerungen des kosmischen Willens, seinen Konkretionen, erscheinen in den Formen Raum, Zeit und Kausalität.[9] Doch gerade sie sind für das Leiden des Menschen verantwortlich. Will er das Leiden vermeiden, muss er die Bedingungen für das Wirken des Willens aufheben – das ist das Vermeiden der Phänomene Raum, Zeit und Kausalität. Dazu sieht Schopenhauer zwei Möglichkeiten: in der Askese und in der Kunstbetrachtung, Askese als aufmerksames Achtgeben auf den Atem, Kunstbetrachtung als das aufmerksame Versenken in Werke der Kunst. In der Kunstbetrachtung entsagt das Subjekt dem kosmischen und dem individuellen Wollen und hebt damit die Abhängigkeit von den Anschauungs- und Verstandesformen Raum, Zeit und Kausalität auf. Daher gibt er für die Erkenntnis der Kunst den Vorrang vor der Philosophie, weil diese sich auf Anschauung und Begriffe stützt, wohingegen das Wesen der Kunst außerhalb von Raum und Zeit liege, die gerade die Basis des zerstörerischen Willens.

 

Aufmerksamkeit im Zusammenhang mit Kunst kann auch von außen kommen. Gegenwartskunst ist oft, da sie keine Grenzen kennt, spektakulär. Sie kann Museen und Städte zu avantgardistischen Anziehungspunkten machen. In das Guggenheim Museum-Bilbao von Frank O. Gehry kommen von den jährlichen Besuchern über eine halbe Million aus dem Ausland. Ziel ist das aufsehenerregende Gebäude, die darin enthaltene Gegenwartskunst und die Stadt selbst, die kulturell beschenkt wurde. Wie viele andere Städte mit Museen der Gegenwartskunst, die zu Pilgerorten wurden und zu einem Wirtschaftsfaktor ersten Ranges.

 

 

6. Das Globale in der Gegenwartskunst

 

Kunst ist global geworden und auf vielen Wegen im Internet angekommen. Online-Rankings machen Künstler zu sportlichen Konkurrenten und zu Trägern von Marken. Es gibt Online-Kunstauktionen, auf der Plattform Art net wird Kunst über das Internet verkauft und das Online Kaufhaus Amazon bietet bereits Kunstwerke bis zu einer Summe von 3,5 Millionen Euro an.

 

Hans Belting ist das 19. Jahrhundert eine Epoche der nationalen Kunstgeschichte, das 20. Jahrhundert eine Opposition von Avantgarde-Künstlern gegen den Nationalismus, doch „im 21. Jahrhundert entsteht weltweit eine Kunst mit dem Anspruch auf globale Zeitgenossenschaft ohne Grenzen und ohne Geschichte.“[10] Und nun wird modern durch zeitgenössisch ersetzt.

 

So wie die Globalisierung von Anbeginn an zum Menschen gehört und eine positive Kraft ist, so hat auch die Gegenwartskunst – trotz Bilderflut und Digitalisierung, trotz Offenheit der Werke und der Weite des Kunstbegriffs, trotz der Neigung der Kunst zu Philosophie und Selbstreflexion, die lähmen können – die Kraft, die Menschen und sich zu motivieren, in Bewegung zu bringen, und aus der Apathie, dem Phlegma, der Anonymität und der Einförmigkeit eines modernen Lebens herauszukommen. Heute sind Künstler nicht mehr Absinth trinkende und Opium rauchende Einsiedler, sondern am Leben in der Gesellschaft teilnehmende Menschen, die vielfach in ihren Arbeiten Leben, Kunst und Gemeinschaft aufeinander beziehen. Deshalb sind viele Werke situationsbezogen und handlungsbetont, und erfordern daher Aufmerksamkeit. Wie im Hier und Jetzt des Tanzes, der Musik, der Performance. Das Spezielle und die Freiheit der Kunst liegen heute darin: Person, Kunst, Utopie und Globalisierung miteinander zu verbinden.

 

In den weltweiten Biennalen als Schau regionaler und internationaler Werke zeigt sich die Globalisierung der Kunst und die Aufwertung peripherer Weltregionen. Weltkunst als Bestand der Kunst aller Kontinente macht deutlich, dass die Dominanz westlicher Kunst gebrochen ist. Umgekehrt greift der Kunstbetrieb im Westen mit Ausstellungen von Jam Nun Paik aus Korea oder Betsabee Romero aus Mexiko oder mit Performances von Michael Zheng aus China über die abendländische Kultur hinaus. Ralf Beil, Direktor des Museums Wolfsburg, fordert von seinen Ausstellungsmachern, dass die Ausstellungen politischer, weiblicher und globaler werden. Ein Statement gegen Eurozentriertheit, Patriarchalismus und Politikabstinenz – drei bedeutende Merkmale der Gegenwartskunst.

 

Anlässlich der Ausstellung Damien Hirst in der Tate Modern, London im Jahr der Olympiaden 2012 schreibt die Vorsitzende der Qatar Museum Authority – Sheika Al Mayassa bin Hamad Khalifa Al Thani –, die die Ausstellung wesentlich finanziell unterstützt hat, im gleichnamigen Katalog: „Die Arbeit der Qatar Museum Authority wird von der Überzeugung getragen, dass Kunst… den Austausch zwischen den verschiedenen Nationen, Menschen und Traditionen anregen kann… Diese Londoner Ausstellung eines britischen Künstlers – gesponsert von einer arabischen Institution und zu sehen in einem ehemaligen, von Schweizer Architekten umgebauten Kraftwerk – erinnert uns daran, dass wir in einer wahrhaft globalisierten Welt leben und dass die Vielfalt uns stärken und einander annähern wird.“[11] Verstärkt dadurch, dass ein Jahr später eine Retrospektive zu Damien Hirst in Doha stattfindet – in einem 2008 eröffneten Museum für Islamische Kunst, das der amerikanische Architekt chinesischer Herkunft Ieoh Ming Pei entworfen hat und Doha und die Region des Nahen Osten eine internationale Reputation eingetragen hat.

 

Wenn im fortgeschrittenen Zustand der Globalisierung Lebensräume eng werden, erfordert das eine allseitige Aufmerksamkeit aller Menschen. Dieselbe Aufmerksamkeit ist gefordert, wenn unterschiedliche radikale Vorstellungen von Kunst aufeinandertreffen und den Bewertungsmaßstab relativieren.

 

Die Gegenwartskunst ist eine Öffnung zum anderen. Kunst hat in ihren jeweiligen Hochzeiten ein spezielles Vermögen, über das kein anderer Bereich menschlicher Betätigung verfügt. Sie kann Erkenntnis (Pointilismus), Förderung es Individuums (Renaissance), politische Provokation und Aktivierung (60er Jahre des 20. Jahrhunderts) und Integration (Gegenwartskunst) sein. Integration ist eine Spezialität der Gegenwartskunst. Sie ist das Versammelnde und Zusammenschließende. Der Schlussstein, der die Globalisierung festigt und beschleunigt. Sie integriert die unterschiedlichen Disziplinen der Kunst, die unterschiedlichen menschlichen Tätigkeiten sowie die unterschiedlichen Kulturen der Welt zu einer Einheit, ohne die lokalen Differenzen zu vereinnahmen. Diese Integration geht hervor aus der sich entwickelnden Aufmerksamkeit für das andere, für den anderen. Es handelt sich um ein wachsendes und gegenseitiges aufmerksames Wahrnehmen und Respektieren – eine Moral des Globalen.

 

Die Gegenwartskunst hat einen großen Einfluss auf Leben und Kultur der Menschheit. Wenn sie aber die Kultur verändert, die die Bedingung für Gegenwartskunst ist, so verändert sie die Kultur der Gegenwartskunst. Daher liegt ihre Spezialität darin, dass sie ihre eigene Voraussetzung zu verändern vermag.

 

Die Gegenwartskunst kann den Menschen aus Apathie und Phlegma herausführen und anregen, schöpferisch und aufmerksam zu sein, was den Performances – in denen Künstler und Werk eins sind – oft gelingt. Sie sind situationsbezogen, handlungsbetont und vergänglich – und doch gerade ganz aufmerksam im Hier und Jetzt. Im Augenblick der Aufmerksamkeit liegt immer eine Chance zum Aufbruch ins Persönliche, Globale, Utopische. Das wäre dann eine neue Epoche der Kunst.

 

 

 

 

 

Literatur

 

 

Belting, Hans (2010), Gegenwartskunst: Was bitte heißt contemporary? In: Zeit online, Hamburg, 20. Mai.

Eickhoff, Hajo, Unsicherheitsabsorption und Resilienz. Strategien zur Bewältigung von Unsicherheit, in: Wulf, Christoph/ Zirfas, Jörg, Unsicherheit, Paragrana. Internationale Zeitschrift für Historische Anthropologie, Bd. 24, Hft. 1, 2015.

Goodman, Nelson (1987), Sprache der Kunst. Eine Theorie der Symbole, Frankfurt/M.

Hauskeller, Michael (2005), Was ist Kunst? Positionen der Ästhetik von Platon bis Danto, München.

Hoffmann, Werner (1966), Grundlagen der modernen Kunst, Stuttgart.

Joselit, David (2016), Nach Kunst, Berlin.

Malewitsch, Kasimir (1927), Die gegenstandlose Welt, in: Gropius, Walter/ Maholy-Nagy, Laszlo Bauhausbuch, Bd. 11

Sheika Al Mayassa bin Hamad Khalifa Al Thani (2012), Vorwort des Sponsors, S. 6, in: Gallagher, Ann (Hrsg.), Damien Hirst, Katalog zur gleichnamigen Ausstellung in der Tate Modern, London, München.

Rebentisch, Juliane (2013), Theorien zur Gegenwartskunst, Hamburg.

Schürmann, Eva (2013), Stil als Artikulation einer Haltung, S. 296-315, in: Deines, Stefan/ Liptow, Jasper/ Seel, Martin (Hrsg.), Kunst und Erfahrung. Beiträge zu einer philosophischen Kontroverse, Berlin.

 

 

[1] Goodman, Nelson (1997), Sprachen der Kunst. Entwurf einer Theorie der Symbole, Frankfurt/M., S. 19.

[2] Schürmann, Eva (2013), Stil als Artikulation einer Haltung, S. 296ff, in: Deines, Stefan/ Liptow, Jasper/ Seel, Martin (Hrsg.), Kunst und Erfahrung. Beiträge zu einer philosophischen Kontroverse, Berlin, S 296-315.

[3] Zitiert nach Hoffmann, Werner (1966), Grundlagen der modernen Kunst, Stuttgart, S. 226.

[4] Zu Käthe Kollwitz,…

[5] Vgl. Malewitsch, Kasimir (1927), Die gegenstandlose Welt, S. 66, in: Gropius, Walter/ Maholy-Nagy, Laszlo Bauhausbuch, Bd. 11, s. 65-98.

[6] Rebentisch, Juliane (2013), Theorien der Gegenwartskunst, Hamburg, S. 68f.

[7] Pablo Picasso (),

[8] Vgl. Eickhoff, Hajo (2015), Unsicherheitsabsorption und Resilienz. Strategien zur Bewältigung von Unsicherheit, S. 20 uns 23ff, in: Wulf, Christoph/ Zirfas, Jörg, Unsicherheit, Paragrana. Internationale Zeitschrift für Historische Anthropologie, Bd. 24, Hft. 1, 2015.

[9] Vollständig gehören zu Raum, Zeit und Kausalität nach kantischer Sicht noch die zwölf Verstandeskategorien, die Schopenhauer zur Kausalität zusammenzieht.

[10] Belting, Hans (2010), Gegenwartskunst: Was bitte heißt contemporary? in: Zeit online, 20. Mai, Hamburg.

[11] Sheika Al Mayassa bin Hamad Khalifa Al Thani (2012), S. 6, in: Gallagher, Ann (Hrsg.), Damien Hirst, Katalog zur gleichnamigen Ausstellung in der Tate Modern, London, München.

 

Gemälde Zeichnungen Radierungen

 

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25. September 2017

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