unveröffentlicht


Alles fließt

Sein ist Veränderung

 

 

Welt ohne Bild

 

Das Weltall beginnt mit einem Paukenschlag. Dem Urknall. Mit einer unermesslichen Explosion, aus der das Weltall hervorging. Die Geschichte zeigt sich als langer Weg einer sich organisierenden, sich zähmenden Materie. Erst vom Urknall an sprechen Physiker von Zeit, Raum und Materie und damit von Veränderung.

 

Alles was ist, ist geworden, alles was geworden ist, entwickelt sich weiter. Nichts befindet sich in Ruhe. Das Weltall ist permanente Kommunikation. Ist Bewegung, Kraft und Form. Die Materie befindet sich in dauernder Wandlung und bringt unendlich viele Gestaltungen des Alls hervor.

 

Erscheint das Weltall als wahllose Verkettung zufälliger Ereignisse, offenbart die Betrachtung langer Zeiträume eine Richtung: die Zunahme an Form und Komplexität. Von den formlosen Urelementen aus Elektronen, kosmischer Strahlung und Quarks hin zur Entstehung von Atomkernen, Galaxien, Sternen und Planeten bis zur Entstehung von Leben und materieloser Phänomene wie Geist und Kultur. Auf jeder Stufe entstanden neue Mittel, die die Richtung des Prozesses stabilisierten: Werkzeuge der Physik und der Chemie, der Biologie und der Kultur. Ein unendliches Strömen, Verändern und Fließen. Die Evolution des Weltalls.

 

Die Frage, wie die Welt in die Welt kommt, ist paradox. Der griechische Philosoph Hesiod, der um 700 v.Chr. lebte, hat den Zustand vor der Welt als Chaos beschrieben, als „in unermesslicher Finsternis liegende gestaltlose Urmasse“. Auch der modernen Physik ist der Weltenbeginn gestaltlose Materie. Allerdings nicht Finsternis, sondern gleißendes Licht. Weder Galaxien noch Sterne, weder Moleküle noch Atome existierten. Gestaltlosigkeit und Energie. Aber der Urknall ist wie der Schöpfergott ein nachträgliches Bild für den paradoxen, nicht verstehbaren Weltanfang: Die Entstehung aus dem Nichts oder die Vorstellung, dass vor dem Anfang nichts war oder wir von ihm nichts wissen und uns davon kein Bild machen können, charakterisiert eine Grenze der menschlichen Vorstellungskraft.

 

Das All hat keinen Bezug zum Menschen, seine Dimensionen sind unvorstellbar, unmenschlich. Unsere Sonne – ein Stern – mit einem Durchmesser von 1,3 Millionen Kilometern hat von der Erde eine Entfernung von 150 Millionen Kilometern, für die ein Flugzeug 17 Jahre braucht, wenn es mit 1.000 Stundenkilometern fliegt. Der uns am nächsten liegende Stern ist vier Lichtjahre oder 9.000 Milliarden Kilometer entfernt – das Licht braucht für den Weg vier Jahre, dasselbe Flugzeug vier Millionen Jahre. Unsere Milchstraße ist eine Galaxie mit einem Durchmesser, den zu durchqueren das Licht 400.000 Jahre braucht. Es sind etwa 100 Milliarden Sonnen, die unsere Milchstraße enthält. Über Teleskope sind mehrere 100 Millionen Galaxien erkennbar.

 

Das ist die Sicht vom Standpunkt eines winzigen Planeten. Der Erde. Am Rande einer gewöhnlichen Galaxie. Ein Krähenwinkel des Weltganzen. Auf ihr ein Wesen, das dem Staub des Alls entstammt: der Mensch. Welt heißt Mensch und Alter und bezieht sich auf die Umwelt des Menschen, die sich mit jedem Kulturschritt erweitert. Der Mensch muss mit der Last und mit der Chance leben, dass er frei ist und zugleich ein Kind des Alls, das fest in Gesetze eingespannt ist. Der Mensch ist klein und groß, nichts und alles. Winzig die Erde, fast nichts der Mensch, doch zugleich ein Wesen mit dem Niveau allerhöchster kosmischer Komplexität und der geistigen Entfaltung des Alls.

 

 

Zähmung der Materie

 

In der gewaltigen Hitze des Anfangs von vielen Milliarden Grad existierten keine stabilen Teilchen. Erst mit sinkender Temperatur entfalteten sich nach und nach die unterschiedlichen Erscheinungen des Alls. Mit seiner Geburt vor fünfzehn Milliarden Jahren expandierte die Materie in den entstehenden Raum und die entstehende Zeit hinein. Das sich ausdehnende All kühlte ab, nahm an Komplexität zu und gewann dabei eine Struktur.

 

In den ersten Bruchteilen von Sekunden nach der gewaltigen Explosion spielten sich dramatische Ereignisse ab. Die unermessliche Temperatur verringerte sich und die Urelemente setzte sich explosionsartig in Bewegung. Teilchen entstanden und lösten sich sofort wieder auf, bis die Temperatur so weit sank, dass ordnende Kräfte wirksam werden konnten.

 

Zunächst etablierte sich eine Ordnung im kleinen, in den Maßen der Atome. Eine Minute nach dem Urknall war die Temperatur unter eine Milliarde Grad gesunken. Das erste ordnende Prinzip war die Kernkraft, unter deren Einfluss die Quarks, die heute als kleinste Elementarteilchen gelten, sich zu Protonen und Neutronen vereinigten. Dieselbe Kraft verschmolz zwei Protonen zu einem Heliumkern. Das All bestand nun aus kosmischer Strahlung, Elektronen, Protonen – Kerne des Wasserstoffatoms – und Verbindungen zweier Protonen – Kerne des Heliumatoms. Nach den dramatischen ersten Minuten dauerte der hier erreichte Zustand einige 100.000 Jahre. Bis die Temperatur unter 3.000 Grad sank und das zweite ordnende Prinzip, die Elektromagnetische Kraft, wirksam wurde. Sie brachte Elektronen auf die Umlaufbahn um die Kerne des Wasserstoff- und Heliumatoms, mit deren Entstehung die erste Zähmung der Materie abgeschlossen war.

 

Die Ordnung von Großstrukturen entwickelte sich erst nach weiteren hundert Millionen Jahren mit der Entstehung von Galaxien. Das Weltall war mittlerweile stark abgekühlt. Die Materie hatte sich nicht homogen verteilt, sondern Felder unterschiedlicher Konzentration ausgebildet. Beim Überschreiten einer kritischen Dichte wurde das dritte Prinzip, die Gravitationskraft wirksam. Sie zog große Massen zusammen, verdichtete sie zu Gaswolken und ließ die unzähligen rotierenden Galaxien entstehen, die das All gleichmäßig besiedelten.

 

Wenn sich Materiewolken innerhalb der Galaxien weiter zusammenzogen und die Teilchen verdichteten, stürzten sie infolge der Gravitationskraft in sich zusammen. Damit war ein Stern entstanden. Sie Masse erhitzte sich und begann, Wasserstoffkerne zu Heliumkernen zu verschmelzen. War der gesamte Brennstoff in Helium verwandelt, schrumpfte der Stern. Dadurch stieg die Temperatur erneut an und die Heliumkerne verschmolzen zu Kernen von Sauerstoff und Kohlenstoff – Kerne, die es bis dahin nicht gab. War das Helium verbraucht, schrumpfte der Stern noch einmal und erhitzte sich erneut. Überstieg die Temperatur eine Milliarde Grad, entstanden schwere Atomkerne wie die des Eisens, Kupfers oder Bleis. Starb der Stern endgültig, explodierte er und schleuderte die Kerne in den Raum. Hier fingen sie Elektronen ein und wurden zu Atomen. Die Sterne sind die Produktionsstätten für unsere Atome. Noch immer spielen sich solche Ereignisse ab: In der Milchstraße entstehen jährlich neue Sterne. Galaxien enthalten Sterne und Planeten, Sternenhaufen, Wasserstoff und kosmische Strahlung sowie Moleküle aus Wasserstoff, Silizium, Kohlenstoff und Stickstoff.

 

Kernkraft, Gravitation und Elektromagnetische Kraft sind drei Prinzipien des Kosmos, die seit dem Urknall konstant geblieben sind. Mit den Konstanten, den physikalischen Gesetzten, enthält die Materie selbst etwas wie Geist, etwas, dass Materie zusammenbindet und übersteigt. Zugleich sind Ordnung und Konstanz Bedingungen, Veränderung wahrzunehmen.

 

 

Der Planet Erde

 

In einem Winkel des Alls entwickelte sich ein Milieu, das ein Zusammenwachsen der Materie immens förderte. Der Ort des Geschehens ist der Planet Erde, der vor etwa 4,6 Milliarden Jahren gemeinsam mit der Sonne entstand. Keine auffällige Weltgegend, aber ein begrenzter und daher begünstigter Ort für die Ausbildung einer höheren Ordnung. Schon Materiewolken der Galaxien enthielten organische Moleküle, die sich jedoch im weiten Raum nicht entfalten konnten. Erst das begrenzte und spezialisierte Milieu der Erde – und vermutlich vergleichbarer Planeten – entwickelte sie zu komplexen, lebensfähigen Strukturen.

 

Planeten entstehen, wenn Materiewolken sich verdichten und sich um werdende Sterne ordnen. Die Wolken kollabieren unter der eigenen Gravitationskraft und heizen sich auf. Sie bilden sich aber nicht – wie die Sterne – um Wasserstoffkerne, sondern verdichten und kristallisieren sich um schwere Atome wie Silizium. Planeten sind nicht selbstleuchtend, da in ihnen keine Kernfusionen stattfinden.

 

Der gegenwärtige Zustand der Erde ist aus ihrer Abkühlung hervorgegangen. Ihre Besonderheit ist das Vorkommen großer Wassermengen in flüssiger Form und das Vorhandensein von Kohlenstoff. Das hatte viele Bedingungen zur Voraussetzung. Etwa den Abstand der Erde zur Sonne, der noch heute Wasser in flüssiger Form ermöglichte, oder eine Masse des Planeten, groß genug, um eine Atmosphäre zu binden. Die frühe Atmosphäre bestand aus Methan, Ammoniak und Wasserstoff, aus Stickstoff, Wasserdampf und Kohlendioxid. In den Ozeanen und ihren Randzonen lagerten sich Substanzen aus der Atmosphäre ab, die eine völlig neue Seinsform vorbereiteten: das Leben.

 

Im Abkühlungsprozess der Erde entwickelte sich Leben. Eine unvorstellbare Aktivität entfaltete sich. Das Vegetative und Lebendige drang vor in alle Ritzen und Nischen, verwandelte die Erde, setzte sich unendlich fort, brachte nach und nach die zahllosen Farben, Größen, Gestalten der Tiere und Pflanzen und ihrer Zwischenarten hervor und differenzierte sie weiter in Klassen und Untergruppen. Es war ein Wuchern und Kriechen, ein Besetzen, Graben und sich Entfalten. Pflanzen und Tiere können nur Bruchteile von Millimetern groß sein, doch das Nilpferd kann ein Gewicht von einigen Tausend Kilogramm und der Baum eine Höhe von über hundert Metern erreichen.

 

Auf dem Planeten Erde sammelte, konzentrierte und konkretisierte sich das All. Hier entstanden Bedingungen, weitere Möglichkeiten der Materie auszuschöpfen, die zu den unterschiedlichen Gebilden und Netzen, Komplexen und Leben zusammenwuchs.

 

Das Leben

 

Grundmoleküle des Lebens sind Aminosäuren, die in der Uratmosphäre der Erde unter der ultravioletten Sonnenstrahlung entstanden. Sie verwandelten in einem Jahrmillionen dauernden Prozess anorganische Stoffe der Erdoberfläche in organische Substanzen, aus denen Leben entstand. Die Eroberfläche glich einem Rausch des Lebendigen.

 

Die kleinsten Einheiten des Lebens sind Zellen. Sie funktionieren selbsttätig und können einige Millionen Moleküle umfassen. Sie haben eine elastische Struktur, wachsen und verarbeiten Energie, pflanzen sich fort und vererben ihre Eigenart. Die Zellen bestehen vorwiegend aus Proteinen. Diese Moleküle aus Aminosäuren kombinierten sich immer weiter, bis sie sich reproduzieren konnten. Proteine und Aminosäuren sind Bau- und Gerüststoffe des Lebendigen. Mit der Zelle streift die Materie ihren rein physikalischen Charakter ab und setzt die Evolution mit den Mitteln der Biologie fort. Die Vielfalt des Lebendigen bildete sich vor etwa 600 Millionen Jahren aus.

 

Die winzigen Zellen sind gewaltige Produktionsstätten. Sie erzeugen neue Stoffe und Energie, transportieren Material und stehen mit ihrer Umgebung in unablässigem Austausch. Sie sind die Leistungsträger der Organismen. Sie arbeiten die Rohstoffe in zelleigene Substanz um und nehmen Reize, Informationen und Rohstoffe auf oder wehren sie ab. Zellen sind Orte permanenten Stoffwechsels. Des Metabolismus, der Veränderung bedeutet. Alle heute lebenden Zellen stammen in einer ununterbrochenen Kette von den ersten Zellen ab, die auf der Erde entstanden.

 

Die zentrale Steuerung der Zelle leistet der Zellkern. Er enthält auch die Einheiten des Erbguts, das Merkmale des Organismus vererbt: die Gene. Ihre Basis ist die DNS (Desoxyribonucleinsäure), die wiederum Grundlage der Chromosomen ist – die Erbsubstanz eines Organismus. Die Anordnung der Moleküle bestimmt die Merkmale eines Gens. Lebende Organismen entstehen aus einer einzigen befruchteten Eizelle durch Zellteilung, die ein Wachsend es Organismus ist. Die Gene sind dafür verantwortlich, dass jede neue Zelle dasselbe Erbgut trägt, dieselbe DNS. Mit dem Leben gelangen Reproduzierbarkeit, Vervielfältigung und Stabilität in die Welt.

 

Zellen bestehen aus Atomen und Molekülen, haben aber völlig andere Eigenschaften als ihre Einzelelemente. So verläuft die Evolution von Atomen und einfachen Molekülen über Galaxien, Sterne und Planeten zu Molekülketten und zu Zellen, die sich wiederum zu größeren Einheiten, den Geweben und Organen vereinten, zu Lebewesen mit Lunge, Herz und Blutkreislauf, mit Sinnen, Muskeln und Gehirn.

 

Das Leben besteht in zwei Hauptformen: Tiere und grüne Pflanzen. Sie unterscheiden sich durch die Doppelpaare Hämoglobin und Atmung und Chlorophyll und Photosynthese. Chlorophyll und Hämoglobin sind fast identisch und gehen aus dem gleichen Urmolekül hervor.

 

 

Die Pflanze

 

Pflanzen sind sessil. Sie bleiben an einem Ort. Ihre stoffliche Nahrung lassen sie von den Wurzeln her einfließen. Sie bilden den Hauptteil der Biosphäre und prägen die Landschaften der Erde. Sie dienen dem Menschen als Werkstoff, Nahrung und als Energie, die in den fossilen Brennstoffen Erdöl, Kohle und Erdgas lagert.

 

Die Nahrung der Pflanzen sind anorganische Substanzen – die Mineralien. Die Pflanzenzellen – umgeben von festen Zellwänden aus Zellulose – enthalten Chlorophyll, das die violett- und orangefarbenen Sonnenstrahlen absorbiert und in der Photosynthese Kohlendioxid und Wasser chemisch in Sauerstoff und Zucker umwandelt, die Nahrung für den eigenen Bedarf.

 

Die Wasserpflanzen und die Sonne sind es, die der Erde eine sauerstoffreiche Atmosphäre gaben. Zugleich lockerten und verfeinerten Pflanzen und Mikroorganismen den Erdboden zu einem durchlässigen Geflecht aus Mineralien und Bakterien, während die vier Elemente Wasser, Luft, Erde und Sonne Räume für das Leben auf der Erdoberfläche vorbereiteten. Der Sauerstoff der Atmosphäre erzeugte eine Ozonschicht, die Leben außerhalb des Wassers ermöglichte.

 

Die Sonne sorgte für Wasserdampf in der Atmosphäre und für ihre Zirkulation: Der Wind trieb Wolken über die Erde, die Regen brachten und Blütenstaub und Samen verstreuten. Geologische Formationen ließen Regen- und Quellgewässer in Flüssen durch die Kontinente fließen. Bäume verbanden mit ihren weit in die Atmosphäre ragenden Stämmen Grundwasser, Boden und Luft miteinander und stabilisierten das Klima: sie kühlten die Atmosphäre, produzierten Sauerstoff, schützten vor Erosion, sicherten Grundwasser und gaben Nahrung. In diese aufbereitete Welt hinein entwickelten sich Tier und Mensch.

 

 

Das Tier

 

Tiere sind mobil. Sie leben in begrenzten Territorien und passen sich ihrer Umwelt suchend an. Mit dem Tier kommt der Sinn in die Welt. Die Bewegung beginnt bereits beim Einzeller und richtet sich nach den Reizen aus. Sie ist eine Suchbewegung, die einhergeht mit der Ausbildung von Sinn und Sinnesorgan. Anders als die ortsgebundenen Pflanzen müssen Tiere aktiv – in der Bewegung – Nahrung beschaffen. Mit Hilfe der Sinnesorgane nehmen sie Reize auf, die durch ein System von Nerven und im Zentrum des Nervensystems verarbeitet und koordiniert werden.

 

Die Nahrung der Tiere sind organische Substanzen. Fette, Proteine und Kohlehydrate – auch Vitamine und Mineralstoffe. Die Nahrung wird in lösliche Substanzen zerlegt und den Körperzellen zugeführt. Dazu wird Sauerstoff benötigt. Ihn bringt das Hämoglobin der roten Blutkörperchen von den Lungen und Kiemen zu den Körperzellen und das Hämoglobin trägt das Abbauprodukt Kohlendioxid zurück zu den Lungen, die es ausscheiden. Die Pflanzen verwandeln das Kohlendioxid wieder in Sauerstoff.

 

Wie die Pflanzenwelt hat das Tierreich im Verlauf der Evolution eine unermessliche Fülle an Formen und Größen, Prinzipien, Werkzeugen und Farben ausgebildet. Es gibt über eine Million Tierarten. Eine große Klasse von Tieren sind die Wirbeltiere, der der Mensch angehört. Ihren Ursprung bilden wasserbewohnende, fischähnliche Organismen. Die Wirbelsäule bestimmt ihre äußere Form und das Gehirn befindet sich meist in einer harten Schädelhöhle im Kopf, der die wichtigsten Sinnesorgane beherbergt.

 

Der Tod der Lebewesen hat drei Formen. Der Tod der Individuen nach einer Lebensspanne, der Tod einer Art infolge verfehlter Anpassung und der Tod durch die Nahrungskette, in der eine Art der anderen als Nahrung dient, von den Pflanzen bis zu den Gipfelräubern Uhu, Adler, Löwe oder Mensch. Tod ist der Ausfall wesentlicher Funktionen wie Tätigkeit von Herz, Atmung oder zentraler Nerven. Individuen sterben, weil sich Körperzellen alle sieben Jahre erneuern und dabei ihre Vitalität verlieren. Verwelken, Kriseln und Sterben sind vorübergehende Knotenpunkte der Veränderung, ein Innehalten, Ende und Neubeginn des Lebens. Der Tod bewahrt die Artenvielfalt. Er ist Teil des Lebens, auch wenn der Mensch, in dem sich die Materie ein Stück frei gemacht hat, dem Zwang des Todes zu entgehen trachtet.

 

 

Der Mensch

 

Nach Milliarden Jahren ihrer Existenz hat die Erde im Menschen ein faszinierendes Wesen hervorgebracht. Eine aufrecht auf zwei Beinen stehende Gestalt, die über sensible Fußsohlen, geschickte Hände und Intelligenz verfügt. Sein Territorium hat keine Grenzen. Der Mensch ist aus kosmischen Materiewolken und der festen Erde hervorgegangen und deshalb unfrei, aber er ist auch ein Stück zur Freiheit gelangter Materie, denn er muss sich anders als das Tier für jedes Tun entscheiden. Als Kulturwesen muss er eigene Formen des Daseins entwickeln und sich an die Welt anpassen, indem er der Welt Sinn gibt und als Natur- und Kulturwesen die Natur transzendiert und Distanz und Geist schafft. Im Menschen wächst die Materie über sich hinaus: Sie beginnt, über sich und das All zu reflektieren und zu sprechen.

 

Die Erde ist die Nahwelt des Menschen. Als nahe Umgebung ist sie die Gesamtheit der örtlichen, sozialen, historischen, ökonomischen und kulturellen Zusammenhänge, in denen er lebt. Als Ferne ist sie All und Kosmos, Weltall und der gesamte, mit Sternen und Materie gefüllte Raum und die in ihm liegenden Möglichkeiten und Realisierungen.

 

Stammesgeschichtlich sind Menschen Wirbeltiere. Ihre Entwicklung ist eine Geschichte der Aufrichtung der Wirbelsäule, von der horizontal liegenden Wirbelsäule des schwimmenden Fisches bis zur vertikal gestellten des stehenden Menschen. Zunächst wagen sich Amphibien und kriechende Echsen auf das Land, im allmählichen Abheben vom Boden entwickeln sich die Vierbeiner. Jeder neuer Schritt richtete Wirbelsäule und Rumpf weiter auf, bis Vierbeiner begannen, die Vorderfüße vom Boden abzuheben. Konnten hochentwickelte Primaten für kurze Zeit auf zwei Beinen gehen und stehen, erreichte der Mensch die äußerste Position, indem er das aufrechte Gehen und Stehen mit gestreckter Hüfte und durchgedrückten Knien auf zwei Beinen zu seiner originären Haltung machte. An dieser Position haben sich Hand und Fuß, Sinnesorgane und Muskulatur, innere Organe und Gehirn wesentlich umgebildet. Die Entwicklungslinie des Menschen begann vor zweieinhalb Millionen Jahren mit dem Homo habilis. Vor eineinhalb Millionen Jahren trat der Homo erectus auf, der bereits Feuer machte und Großwild jagte. Ihm folgte der Homo sapiens vor 300.000 Jahren, der sich vor 150.000 Jahren in den Homo sapiens sapiens und den Homo neanderthalenses spaltete, mit dessen Verschwinden vor 40.000 der Cro-Magnon-Mensch auftrat, unser Vorfahr.

 

Mit dem Menschen kommt Rationalität in die Welt. Das Gehirn, die Zentrale des Menschen, bildet eine Grundlage für das Bewusstsein, den Geist und die Emotionen. Es macht den Menschen zu einem Wesen der Wahrnehmung und Informationsverarbeitung, der Arbeitsverrichtung und der Entfaltung von Produktivität. Die Evolution der Menschheit folgt demselben Muster wie die Materie. Sie ist eine Geschichte der Abkühlung durch immer größere Fähigkeiten, Komplexität, zunehmendes Wissen und das rationale Vermögen. Das Kontrolle und Ordnung gebende Prinzip des Denkens und Abwägens hat sich behauptet. Die Fähigkeit der Kontrolle wird über den Atem erworben, die Energie des Menschen.

 

Der Atem versorgt den Menschen nicht nur mit lebensnotwendigem Sauerstoff, sondern Atem ist ein wesentlicher Ausdruck seiner geistigen und seelischen Verfassung. In der Kontrolle des Atems, vorzüglich in der sitzenden, bewegungsarmen Position, balanciert der Mensch zwischen Fühlbarkeit des Lebens (weiter Atem) und kühler Ratio (enger Atem). Auf diesem Weg hat er die Abstraktion entwickelt, die er buchstäblich besitzt. In der Unendlichkeit der Gedanken-, Erinnerungs- und Wahrnehmungswelten hat sich die Materie eine weitere gewaltige Dimension geschaffen.

 

 

Das Weltbild

 

Dem archaischen Menschen waren Natur und Weltall zu groß und ihre unaufhörlichen Veränderungen undurchschaubar. Deshalb verkleinerte er sie zu einem Bild – zum Weltbild. So gewann er ein Weltverständnis zwar nicht von der Welt selbst, aber vom verkleinerten Bild, das er sich von ihr machte. Die Bedeutung des Bildes lag in der Fixierung der ewigen Veränderungen und in der Ableitung von Werten.

 

Die Natur gab dem Menschen Hilfestellung, denn trotz aller Veränderung gab es Rhythmus und Konstanz: regelmäßig erwachte die Welt, milderte sich das Wetter oder wuchsen Früchte. Der Mensch schuf sich Vertrauen in der Gemeinschaft, die ihr Handeln durch Mythen legitimierte. Das sind mündliche Überlieferungen innerer Bilder. Erzählt wird von Göttern und der Entstehung der Welt, vom Ursprung der Gemeinschaft und von heroischen Taten einzelner. Nach demselben Muster, wie die Welt entstand, sollen alle gemein­schaftlichen Handlungen begonnen werden. Was sich auch ereignen mag, es soll sich nach der Logik des Bildes ereignen, das das Regelwerk der Gemeinschaft begründet.

 

 

Die Kultur

 

Kultur ist ein Loslassen der Natur. Ein Aufheben strenger Notwendigkeit zugunsten eines freien Spiels, ein Inbegriff dessen, was Menschen schaffen: Die Gesamtheit seiner Werke, Leistungen und Äußerungen, mit denen er Tradition in die Welt trägt. Tradition ist das kulturelle Weitergeben von Wissen – wie es Gene mit biologischen Mitteln tun.

 

Als Kultur hervorbringende Wesen bewahren und verbessern Menschen ihre leiblichen, seelischen und geistigen Anlagen. Schon Cicero (106-43 v.Chr.) sprach von cultura animi, von geistiger Pflege und tätigem Verehren. Erst im engen Sinn ist Kultur das Bebauen des Bodens. Denn dass Menschen bauen und Kultur haben, bedeutet, dass sie für Lebensform und Lebenssinn selbst Verantwortung tragen.

 

Kultur ist die Fortsetzung der Evolution der Materie und des Alls mit den Mitteln von Geist und Gemeinschaftssinn. Die Entfaltung der Kultur ist – wie das Zusammenwachsen der Materie – eine endlose Kette von Kombinationen, Versuchen und Erfindungen, so dass sich Natur und Kultur als zwei verschiedene Produktionsformen der Materie erweisen.

 

Der Mensch hat Werkzeuge und Geräte geschaffen, Jagd, Hausbau und Tourismus ersonnen, Schrift, Maschinen und Telemedien erfunden. Er hat die Erde mit einer Welt technisch erzeugter Produkte überzogen und die disparaten Lebensräume der Menschen zu einer einzigen Welt zusammengeschlossen. Griff sein Tun gelegentlich, zufällig und regional in evolutionäre Abläufe ein, zielt der moderne Mensch direkt darauf und hat dabei Sonne und Erde, Wasser, Klima und Atmosphäre global gestört und aus dem Gleichgewicht gebracht. Nun sucht er auf diese Krise eine Antwort.

 

Der Mensch ist ein zweiseitiges Wesen mit einer Binnenordnung, die im Außen Aktivitäten veranlasst. Beide Seiten harmonieren, wenn die nach außen drängende Energie dem Menschen eine geistige Position in der Gemeinschaft und im Universum gibt, denn der Mensch ist nicht eine höhere Organisation der Materie, sondern die besondere Art ihrer Ordnung, die ihm die Fesseln abgenommen und ihm bedingt Freiheit gegeben hat: Die Fähigkeit, Schöpfer eigener Dinge und Werte zu sein.

 

 

Das Weltwissen

 

Panta rei. Alles fließt. Dem griechischen Philosophen Heraklit (550-480 v.Chr.) bedeutet Sein Werden. Da das, was ist, sich in beständigem Fluss befindet, kann der Mensch nicht zweimal in denselben Fluss steigen.

 

Welt ist Verwicklung. Nur der Mensch weiß darum. Nur er weiß, dass es eine Zeit vor dem Menschen gab, eine Zeit vor dem Leben, eine Zeit vor der Materie. Die offenen Fragen um den Ursprung, verdeckt durch ein Weltbild.

 

Sein Weltbild gab er an andere weiter. Aber auch sein Wissen um die praktischen Dinge, das zum gemeinschaftlichen Hintergrund wurde. So gab das gesammelte Wissen Jägern und Sammlern die Möglichkeit, das Leben radikal zu ändern. Sie blieben an einem Ort und wurden sesshaft, sie bauten Häuser, bestellten Äcker, zähmten Tiere und entwickelten das Handwerk. Handwerker und Händler lösten sich vom Land, gründeten Städte und erfanden die Schrift, die als Gedächtnis half, große Wissensmengen zu überliefern.

 

Aus dem systematischen Erwerb von Wissen in Schulen und der permanenten Umformung und Verfeinerung von Werkzeugen gingen Maschinen hervor, aus der Verknüpfung von Handwerk und Manufakturen mit Akademien entwickelte sich die Industrie, die alte Berufe verdrängte, aber noch mehr neue Tätigkeitsbereiche hervorbrachte.

 

Seit den Anfängen hat sich der unmittelbare Zugriff des Menschen auf die Natur durch den permanenten Zuwachs an Wissen zu einem vermittelten Eingriff durch Maschinen gewandelt. Der Anteil praktischer Arbeit am Industrieprodukt ist drastisch zurückgegangen, der Anteil des Wissens am Produkt aber enorm gestiegen. Das hat dem Weltbild ein Wissen über die Welt hinzugefügt – ein Weltwissen. Denn was sind Werkzeuge, Roboter und computergesteuerte Maschinen und deren Erzeugnisse anderes als konzentriertes Wissen? Die modernen Medien haben den Zuwachs des Wissens und die Perfektionierung der Produktion so rasant beschleunigt, dass Arbeit noch einmal ihre Grundlagen veränderte: von der Technikbasierung zur wissensbasierten Arbeit.

 

 

Eroberung der Ewigkeit

 

Der Mensch hat sein Wissen so weit verfeinert und perfektioniert, dass er die Möglichkeit sieht, die Weite des Alls zu erobern und dem Tod der Menschheit durch den Tod des Sonnensystems zu trotzen.

 

Lebten einst wenige Menschen inmitten der Natur und gingen zu Fuß über die Erde, folgten den Tieren oder sammelten Früchte, ist die Welt heute durchdrungen von unvorstellbaren Bewegungen in künstlich eingerichteten Lebensräumen: Ströme von Touristen, Massen von Berufstätigen, das pulsierende Leben in Stadtagglomerationen, die Zuschauerströme der Kultur- und Sportereignisse. Schiffe und Züge, Automobile und Flugzeuge bewältigen diese Geschehnisse. Wo der Mensch nicht unmittelbar sein kann, ist er dank Mobiltelefon, Fernseher und Internet virtuell vor Ort. Mittlerweile stehen zahllose Satelliten und Raumlabors in unterschiedlicher Höhe über dem Äquator und organisieren über Datenautobahnen diese enormen Bewegungsströme auf der Erde: Sie warnen vor Waldbränden oder Hurrikans, erstellen Karten der ökologischen Beschädigung der Erde, lenken Kriege, leiten unterschiedliche Formen der Logistik und versorgen die Wissenschaften mit Daten. Jenseits der Erdumkreisungen beleben Raumfahrzeuge, Labors und Raumroboter den planetarischen, sogar galaktischen Raum. Dieses immense Unterwegssein ist eine gewaltige globale Gesamtchoreographie von Veränderungen auf der Erde durch den modernen Menschen wie eine Vorbereitung zum Aufbruch ins All.

 

Der Aufbruch ist mit fliegenden Städten geplant. Das sind Generationenraumschiffe, auf denen Menschen in die Unermesslichkeit des Alls vordringen. Eine Art galaktische Arche Noah. Ohne Chance einer Rückkehr, aber Bedingung für ein ewiges Leben der Menschheit, denn die Existenzmöglichkeit auf der Erde ist durch den Tod der Sonne und ihre Explosion begrenzt. Die Bedingung für den Aufbruch wäre, dass Frauen im Weltraum Kinder gebären können. Dann wäre für den Cheffuturologen der NASA, Jesco von Puttkammer, der Beweis erbracht, dass Menschen unabhängig vom Planeten Erde existieren können, „erst damit wäre die Menschheit wirklich unsterblich.“ Mit den fliegenden Städten würde der Mensch zugleich seine Errungenschaften und die hohe Ordnung der Materie der Ewigkeit bewahren.

 

 

Materie und Zirkulation

 

Der Mensch ist der Herr der Dinge. Er arbeitet wie das All, das der Materie Form gibt und sie zirkulieren lässt. Das vom Menschen Geschaffene sind die Dinge des alltäglichen Gebrauchs, die der Handel in Umlauf bringt.

 

Die Überwindung des Tausches mit Naturalien durch die Erfindung des Geldes beschleunigte die Zirkulation von Gütern und machte sie über Regionen und Nationen hinaus global. Der Welthandel als Gesamtheit des Gütertausches zwischen den Nationen ist eine weitläufige Transaktion von Dingen.

 

Die Wertschätzung des Dinglichen hat sich in der gegenwärtigen Welt zu einem Materialismus entwickelt, der die Eigenart des Menschen verdeckt. Erwerb und Besitz von Gütern und Geld sind Selbstzweck geworden und haben den Menschen vergessen lassen, dass er ein Kind des Alls ist und Glied einer Kette der kosmischen Evolution und dass seine Qualität in Geist, Kreativität, Seele und Phantasie bestehen. Mit dem Vergessen hat er Balance und Urteilskraft verloren. Aber mit der Bedrohung der Zerstörung der gewachsenen Kreisläufe der Natur muss er sich besinnen und begrenzen, muss er eine globale Ethik schaffen.

 

 

Weltethik

 

Wenn Veränderung im All der Normalfall ist, ist die Konsequenz ein lebenslanges Lernen, die Förderung von Wissen und Kreativität. Doch oft wollen Personen, Gemeinwesen und Unternehmen erst in der Krise wissen, fragen erst dann nach Motivation und Lebenssinn. Bis dahin handeln sie, als seien Leben und Unternehmung Gewohnheit und Routine.

 

Die Bedrohung der gegenwärtigen Welt durch Kriege, Hunger und die Zerstörung von Natur und Wissen zugunsten einer einseitigen Ausrichtung auf den technologischen Fortschritt fordert zum Handeln auf. Trotz höchster Kulturstufe ist der Mensch noch zu sehr der Technik unterworfen und hat noch nicht die Distanz gefunden, die ihn sehen lässt, welche Motive sein Handel steuern. Denn auf den ersten Blick kann er nur das sehen, was er weiß. Deshalb muss er die beiden Formen des Weltverstehens Weltbild und Weltwissen zu einer neuen Qualität des Verständnisses überschreiten – zur Weltethik. Denn die Menschen haben längst erfahren, dass Freiheit nicht automatisch zur Verantwortung führt und dass das Handeln des einzelnen globale Folgen hat. Daher ist es erforderlich, dass sie in ihrem eigenen Interesse die Grenzen ihrer Freiheit erkennen und den Rahmen ihres Handelns neu definieren.

 

Das Prinzip der Materie ist Bewegung und Entwicklung, das Prinzip des Menschen Arbeit, Wissen, Gemeinschaft, Fortpflanzung und Zukunftsorientierung. Seine Arbeit verrichtet der moderne Mensch in Unternehmen. Das Wort verweist auf Veränderung durch Aktivität. Doch obwohl Unternehmen sich bewegen und Wirkungen erzielen, ist doch ihr Sinn, in der Entwicklung den Sinn dieses Lebens zu bewahren. Wenn Veränderungen zu Krisen führen, muss das Unternehmen Gewohnheiten aufgeben und nach ihren unternehmerischen Motiven fragen, Ziele erarbeiten und sich neu ausrichten. Denn Krisen sind kleine Tode. Brüche im Strom, Verzögerungen im Prozess der Veränderung, Momente des Innewerdens, die neue kreative Kräfte freisetzen. Das Unternehmen bedarf daher allgemeiner und spezieller Kenntnisse und muss sich in ein lernendes und spirituelles Unternehmen verwandeln, um dem Wandel zu entsprechen.

 

Zur Realisierung des allgemeinen Wissens gehören Antworten auf Fragen nach der Zukunft von Arbeit und Kultur. Die Arbeit – das Zentrum menschlicher Aktivität – wird sich in Zukunft stark verändern. Etwa dass vorherrschende Unternehmensformen nicht mehr der feste Standort sein müssen. Veränderungen können Misstrauen und Ängste schüren. Deshalb müssen sie von allen ins Auge gefasst werden. Motivation folgt aus dem Wissen um die Notwendigkeit von Veränderungen und arbeitet gegen die Angst. Gegen Ängste arbeitet auch die Kreativität, die zum Großteil auf Vertrauen in die Welt und in das Unternehmen beruht. Eine Bedingung für erfolgreiche Innovationen ist das Gefühl von Identität in der Phase der Veränderung und von Freisein, das der Mensch in der Umorientierung seines zentralen Schaffens braucht. Lernen ist Befreiung, und Befreiung ist das Annehmen der Krise sowie das Herstellen einer neuen Ordnung in der Veränderung. Spiritualität braucht das Unternehmen, damit es berührt wird von der Bewegung der Materie und von den Veränderungen des Alls.

 

Menschen, Unternehmen und Gemeinschaften müssen das Vegetative der Pflanze, das Emotionale des Tieres, das Rationale des Menschen und das Kulturelle der Gemeinschaft in sich vereinen, indem sie über die eigene Bedingtheit, Freiheit und Herkunft nachsinnen und Konsequenzen ziehen. Weltethik bedeutet Fairness im globalen Feld individuellen, unternehmerischen und politischen Handelns und das Wissen um die Stellung des Menschen, des Unternehmens und des Gemeinwesens im Weltganzen. Damit die Welt nicht endet, wie sie begonnen hat: mit einem  Paukenschlag.

 

 

© Hajo Eickhoff 2010

 

 

Hajo Eickhoff

 

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24. September 2017

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