aus Christoph Wulf/ Jörg Zirfas (Hrsg.), Das menschliche Leben, Paragrana, Internationale Zeitschrift für Historische Anthropologie, Band 17, Heft 2, Berlin 2008

 

 

 

 

Das aufrechte Dasein

 

Von den Haltungen des Lebens

 

Der Aufenthaltsort der Beute

bestimmt die Gestalt des Verfolgers.

Arthur Schopenhauer

 

1. GESTALT, HALTUNG, LEBEN

Haltung ist Potenzial. Möglichkeit und Vermögen der Lebewesen. Ein Potenzial, in das Pflanzen, Tiere und Menschen ihre Lebensformen hineinentfalten. Das Potenzial wird durch Instinkt, Lebenskampf und Wille im Zusammenwirken mit Muskulatur und Atmung, Emotion und Gehirnaktivität ausgefüllt und in Bewegung gebracht.

Lebewesen haben eine charakteristische, für ihre Art typische Gestalt, in deren Rahmen sie ihr Haltungsrepertoire ausbilden. Als Bewohner der Erde wachsen sie in einem physikalischen, als Glieder einer Population oder einer Gemeinschaft in einem sozialen Schwerefeld auf. In beiden Feldern entwickeln sie ihre Gestalt und erproben ihre Grenzen, indem sie unterschiedliche Haltungen praktizieren. Die Gestalt eines Lebewesens ist der Hintergrund seiner möglichen Haltungen.

Haltung ist die Erscheinung der Gestalt. Die Art und die Form, in der sich Leben ereignet. Zwar hat auch die anorganische und nichtlebendige organische Natur eine Gestalt, doch keine Haltung, da Haltung an ein gerichtetes Streben, einen Trieb gebunden ist. Beim Menschen gehören zur Haltung auch Bewusstsein, Wollen, Denken und Moral. Wie der Mensch sich hält, so lebt er, so funktionieren Geist und Seele, so kommuniziert er. Deshalb ist er nicht – wie das Tier – eins mit seiner Haltung, sondern muss sich selbst antreiben und eine Haltung erarbeiten.

Leben ist ein suchendes Gerichtetsein und funktioniert autonom. Lebewesen wachsen, pflanzen sich fort, beschaffen Nahrung, befinden sich in einem beständigen Schwingungszustand zwischen Aufnahme und Ausscheidung, Inspiration und Exspiration und zwischen Jagen und Gejagtwerden, wobei die leiblichen Aktivitäten fortwährend zurückwirken auf das psychische Zentrum, das wiederum Haltung und Leib beeinflusst.

Die Basis allen Lebens sind winzige Zellen. Gewaltige Produktionsstätten mit einem permanenten und immensen Stoffwechsel. In ihnen zerlegen Zellwerkzeuge eintreffende Moleküle und setzen sie neu zusammen, transportieren Stoffe, erzeugen Energie und stehen durch ihre für bestimmte Stoffe durchlässige Membran mit der Umgebung in einem unablässigen Austausch. Sie wehren Reize, ungeeignete Moleküle und Informationen ab oder nehmen sie an und arbeiten die Rohstoffe in zelleigene Substanzen um. Um die Gestalt zu erhalten, arbeiten die Zellen nach einem ihnen innewohnenden Plan, der Erbinformationen enthält, die in den Genen codiert sind. Durch sie kann sich die Zelle fortpflanzen, ihre Informationen an nachfolgende Zellen weitergeben und die Gestalt vererben. Und so, wie nicht allein der Zellkern die Lebensprozesse bestimmt, sondern wesentlich auch die Zellmembran,(1) so beeinflusst auch die Haltung maßgeblich Aktivitäten des Gehirns.

Mit der Entstehung der Einzeller differenzierte sich das Leben in hohem Tempo, indem sie begannen, sich zu größeren Zellverbänden zusammenzuschließen. Die Lebewesen wurden komplexer und entwickelten ihre unterschiedlichen Gestalten, die die Vielfalt an Haltungen des Lebens hervorbrachten. Bereits Einzeller sind suchend ausgerichtet. Ein Geschehen und Sichereignen als ununterbrochenes Treiben und Jagen, ständiges Wiederholen von Zufassen, Einverleiben, Verteidigen, Ausruhen und erneutem Fassen. Leben kann sich nur in einer angemessenen Umgebung erhalten, in Räumen, die mit den Haltungen verträglich sind. Deshalb hat jede Haltung ihre eigene Welt – ihr Biotop.

Der sichtbare Träger der Haltungen ist der Leib. Er vermittelt die seelische Teilhabe an der Welt. Das seelische Erleben wie Empfindungen, Triebregungen, Gefühle, Denken und Erinnerungen ist weder im Raum unseres Körpers noch im Gehirn lokalisierbar, sondern im Tätigsein spürt der Mensch ein spontanes Drängen, einen Antrieb, der ihn denken, handeln und kommunizieren lässt. Der Antrieb rührt von einer ortlosen Mitte her. Er bewegt und motiviert den Menschen, treibt ihn an und über seine aktuelle Haltung hinaus. Die Spontaneität der Antriebskraft ist die Selbsttätigkeit des Menschen und ein Urphänomen seiner Existenz – ein vitales Zentrum der Person. Haltungen werden durch Funktionen ausgebildet, die sich erst in der leiblichen Bewegung entwickeln und differenzieren, denn der Organismus ist eine Funktion in Bewegung. Werden Haltungen begrenzt, bleiben auch Funktionen und Wahrnehmungen eingeschränkt. Etymologisch sind Leib und Leben eins und bedeuten ein durch Natur gegebenes Bleiben. Der Leib, die durch Haut, Panzer und Fell umschlossene Lebenseinheit, entlässt die geistige und seelische Ordnung in die Raum-Zeitlichkeit, so dass sich die innere Haltung in der Leibeshaltung manifestiert.

Jeder Zustand und jede Anstrengung eines Leibes spiegelt sich in der Atmung und in der Muskulatur wider(2) – im Rhythmus, in der Tiefe und der Lage des Atems, sowie in der Elastizität, Kraft und Speicherfähigkeit der Muskeln. Beide sind dadurch miteinander verbunden, dass die Verfassung der Muskeln unmittelbar auf den Atem und unabhängig davon der Atem direkt auf die Muskeln wirkt. Zwar vollzieht sich das Leben durch den Leib in Raum und Zeit, doch sowohl Gestalt als auch Haltung sind Ausdruck einer Innerlichkeit – einer inneren Haltung –, die mit den Funktionen von Atem und Muskel, von Organ, Zelle und Gehirn zusammenhängen. Die Gestalt ist unsichtbar, denn konkret kann sich Leben nur als Haltung äußern.

 

2. HALTUNGEN AUS DER LebensBEWEGUNG

 

Das Leben hat sich aus der Erde herausgearbeitet. Bakterien und Kleinstlebewesen bereiteten den Boden für ein Leben auf der Erde vor und mit der Bildung einer Ozonschicht wurde es möglich, dass Lebewesen das Wasser verlassen und sich in die Atmosphäre und auf das Trockene wagen.

Pflanzen waren die ersten. Doch bevor sie aus dem flüssigen Element heraustreten und aufrecht stehen konnten, mussten sie ein Skelett ausbilden, das den fehlenden Auftrieb im Wasser ausgleicht und Halt sichert. Das Stützgerüst ist der Stoff, der als Zellulose und Holz bekannt ist. Dadurch konnten sich die Pflanzen aufrecht und in sich gestützt der Schwerkraft aussetzen.

Pflanzen sind ortsgebunden. Ohne sie gibt es kein Leben. Sie ernähren sich von der Energie der Sonne, der sie entgegenstreben, weshalb die Haltungen der Pflanzen maßgeblich von der Sonne herrühren, die den Pflanzen Atem gibt, die Photosynthese, in der das Chlorophyll (3) unter Aufnahme von Mineralien aus dem Erdreich Sonnenenergie in pflanzeneigene Stoffe umwandelt. Pflanzen speichern Wärme, sichern den Bestand des Grundwassers, schützen vor Erosion, dienen den Tieren als Nahrung, stabilisieren das Klima und reinigen die Atmosphäre vom Kohlendioxyd. Ihrer Größe und Vielzahl wegen kommt den Bäumen eine besondere Bedeutung zu für die Vorstellung des Menschen von Haltung sowie von seiner Lebensweise der Nachhaltigkeit.

Der Baum ist im Sein verwurzelt. Er erscheint als Prototyp jeglicher Haltung. Er steht senkrecht, wächst, scheint von Dauer und ist die größte Pflanze, die mehr als hundert Meter hoch und bis zu fünftausend Jahre alt werden kann. Er ist Sinnbild des Lebens und der Unsterblichkeit und gilt als Mittelpunkt der Welt, wie die Weltesche Yggdrasil in der nordischen Sage. In diesem Bild des aufrechten Stehens, des Wachsens und der Dauer erkennt der Mensch seinen eigenen praktischen und mythischen Grund. Die mythische Kraft des Baumes rührt daher, dass er Haltung hat – eine Art Ursprungshaltung, Welthaltung.

Den Pflanzen folgten die Tiere aufs Land. Die Stammeslinie, aus der der Mensch hervorgeht, ist die Ordnung der Wirbeltiere – komplex aufgebaute Lebewesen mit einer festen Struktur aus einem knöchernen Skelett, einer elastischen Struktur aus Muskeln, Organen und Geweben sowie einer immateriellen Struktur aus Atem und Instinkt, Intelligenz und Lernvermögen. Jede phylogenetische Änderung eines Elements wirkte zurück auf die anderen Elemente und veränderte Gestalt und Haltung.

Beim Heraustreten aus dem Wasser waren enorme Umformungen der Muskulatur, des Skeletts und des Gehirns erforderlich. Dazu mussten Wassertiere eine Neigung zur Überwindung des Wasserlebens entwickeln sowie ein Vermögen, sich den neuen Bedingungen anzupassen. Die Kiemenatmung musste zur Lungenatmung umgestaltet werden, die Muskulatur musste den Auftrieb des Wassers ausgleichen, um die Wirkung der Schwerkraft zu vermindern und das Knochengerüst musste eine Querachse ausbilden – das Becken –, um die großen Kräfte zur Fortbewegung auf dem Land übertragen zu können. Mit der Entwicklung von Atem, Muskel und Gehirn änderte sich die Gestalt der Lebewesen, die wiederum Atem, Muskel und Gehirn beeinflusste.

In der Evolution entwickeln die Lebewesen in enger Abhängigkeit voneinander ihre Haltungen. Zwar dient eine Art der anderen als Nahrung, doch die lückenlose Kette zeigt, dass unmittelbar benachbarte Arten ohne einander nicht sein können und über die Symbiose eine Einheit bilden. In der Kette gelten Pflanzen als die einzigen Produzenten. Sie wandeln das Sonnenlicht in chemische Energie um und speichern sie in ihren Zellen. Alle anderen Lebewesen sind Konsumenten. Konsumenten erster Ordnung sind Pflanzenfresser, die die Energie gefressener Pflanzen in ihren tierischen Zellen speichern und abarbeiten, Konsumenten zweiter Ordnung sind Fleischfresser, die die Konsumenten erster Ordnung fressen. Am Ende der Kette führen zersetzende Mikroorganismen das ausgeschiedene und abgestorbene Material zurück in den Nahrungskreislauf.

Haltungen entwickeln sich durch das Beschaffen von Nahrung und das Bemühen, nicht selbst Nahrung zu werden – durch Jagen und Fliehen. Daher müssen sich Tiere bewegen und über ein größeres Haltungsreservoire als Pflanzen verfügen, das in der Vielfalt ihrer Fähigkeiten zum Ausdruck kommt: Tiere können schwimmen, kriechen und sich auf zwei, vier, sechs und mehr Beinen bewegen, sie können fliegen, tief tauchen und klettern. Alles Mittel und Haltungen der Lebenssicherung. Kaum eine Größe und Proportion, kaum eine Funktion und Raffinesse, die die Natur nicht hervorgebracht und ausprobiert hat. Doch auch Haltungen müssen sich bewähren. Deshalb sind Lebewesen mit zwei unterschiedlichen Werkzeugen ausgestattet – mit Waffen des Angriffs und Waffen der Verteidigung. Von den Verteidigungswaffen sind diejenigen am bemerkenswertesten, die ein Versteck bilden und Jäger zwingen, Gestalt und Haltung ihrer Angriffswaffen dem Versteck der Beute anzupassen. Arthur Schopenhauer hat das in seiner Vergleichenden Anatomie schonungslos benannt: Wo „eines athmet“, schreibt er, „ein anderes wie bestellt ist, seine Zähne und Klauen dort hineinzuschlagen.“(4) Auch für das Versteck habe der Angreifer einen Entschlüsselungscode: der „Aufenthaltsort der Beute bestimmt die Gestalt des Verfolgers“(5). In der Nahrungskette sind Tiere zugleich Beute und Jäger – mit wenigen Ausnahmen wie Löwe, Adler, Krokodil, Haifisch und Eisbär, die in ihrem Biotop keine Feinde haben. Verfolger passen sich der Gestalt der Verteidiger an und bilden entsprechende Taktiken aus – sie schleichen sich an, stürzen herab, tauchen ein, ducken sich, hetzen, überwältigen. Die Haltung der Tiere ist Jagdhaltung. Und bei fast allen Tieren auch Flucht-, Versteck- und Aggressionshaltung. Daher ist Schopenhauer der Denker der Haltung.

Das Naturschauspiel der Nahrungskette ist eine aufeinander abgestimmte Folge von Haltungen. Aber auch ein endloses Drama aus Angreifen und Fliehen, Verteidigen und Erlegen, aus Fressen und Gefressenwerden, Angst und Aggression. Darin besteht das kosmische Drama von Geben und Nehmen – für Schopenhauer ist es das Wirken des sich selbst zerfleischenden kosmischen Willens. So ist die Nahrungskette eine Schmerz bereitende Kooperation und Teilung von Aufgaben zwischen den Arten. Trotz seiner Kultivierung kann der Mensch der aktiven Teilnahme an dem Schauspiel nicht entkommen. Er kann aber über die Natur und die Seinsordnung reflektieren und angesichts der Schrecken schaudern, mitleiden, der Trauer verfallen oder Ekel empfinden. Jedoch kann er den Schrecken auch verdrängen und die Natur ästhetisieren und sie interessant, bizarr und großartig finden, oder sich beschwichtigend sagen, dass all das eben natürlich sei. Der Mensch kann sich aber auch wundern und der unauflöslichen Paradoxie seiner Existenz gewahr werden, der er nicht entkommen kann, da zum Leben der höchsten Art zwar Moral, aber auch Schmerz bereiten und Töten gehören, und kann in dieser unfassbaren Präzision der aufeinander abgestimmten Haltungen und Gegenhaltungen das Rätsel des Seins ahnen – das obskur, monströs und faszinierend zugleich ist.

Die Evolution der Wirbeltiere ist eine Evolution der Gestalten und Haltungen mit einer deutlichen Richtung – von der Horizontalen in die Vertikale. Vom Fisch zum Menschen. Fische schwimmen, Amphibien schwimmen und kriechen, Reptilien kriechen, spätere Arten nehmen die Nase vom Boden, heben den Kopf, stemmen mit den Vorderläufen den Rumpf nach oben, heben die Vorderläufe vom Boden, strecken die Hinterläufe und formen die Pfoten zu Händen, bis nach Maus, Hund, Vogel, Känguru und Affe der Mensch mit durchgedrückten Knien, gestreckter Hüfte und vertikaler Wirbelsäule aufrecht auf zwei Füßen in der Savanne steht. Das einzige Lebewesen, das in dieser Haltung über lange Zeit stehen und weite Strecken zurücklegen kann. Im Nachhinein erscheint die Entwicklung der Wirbeltiere von Anbeginn an als Anhebung des Rumpfes und als Distanzierung von der Erde – zwei Vorgänge der Abstraktion. Es ist die Entwicklung einer Folge zunehmender Komplexität und Struktur: Von der unstrukturierten Materie zum organischen Leib hin zur höchsten Struktur von Bewusstheit und Geist. Äußerlich zeigt sich die Entwicklung der Haltung als allmähliche Erhöhung und Erhellung und als Streben von Kopf und Sinnesorganen zum Licht, zur Sonne, zur Aufklärung.

Das Charakteristikum des Heraustretens der Wirbeltiere aus dem Wasser auf das Land ist die allmähliche Aufrichtung des Rumpfes vom Liegen zum Stehen um das Maß eines rechten Winkels. Bemerkenswert dabei ist der innere, leibliche Mechanismus des Haltungswandels: Während sich in der Evolution Rumpf und Wirbelsäule um neunzig Grad drehen, dreht sich das Becken nur um etwa 45 Grad.

 
3. Haltungen des Menschen

 

3.1 Natürliche Haltungen

Leibliche und geistige Haltungen bilden eine untrennbare Einheit. Der Mensch ist ein Lauftier. Permanent unterwegs. Immer auf dem Fuß. Sein Unterwegssein ist seine elementare Erfahrung und sein zweifüßiger Gang ein Hauptmerkmal seiner Fortbewegung. Im Unterwegssein bleibt er keinem Ort verhaftet, sondern lebt im Horizont seiner Passage. Doch wie er unterwegs ist, so ist er: so geht er, so verhält er sich, so ist sein Fühlen und Denken, so gibt er sich eine Haltung. Das Unterwegssein zeigt sich als permanentes Heraustreten aus seinem jeweiligen Standpunkt. Mit jeder Haltungsänderung durch das Verlagern des Gewichts von einem Bein auf das andere verändert er seinen geistigen Standpunkt und erschließt sich praktische, emotionale und ideelle Lebensräume.

Zu jeder Haltung, die der Mensch einnimmt, wird ein inneres Bild, eine Struktur seines Äußeren erzeugt. Eine Haltungskopie. Das Sinnesorgan für diese Eigenwahrnehmung heißt Tiefensinn, wäre aber treffender mit Haltungssinn benannt, denn es vermittelt dem Gehirn Informationen über Lage, Kraft, Bewegung und Richtung des Körpers – also über Haltungen. Der Haltungssinn arbeitet zusammen mit dem Gleichgewichtsorgan des Ohres und mit den Fußsohlen. Das Gehirn zeichnet die Informationen von den Rezeptoren der Muskeln, Sehnen und Gelenke der konkreten Haltung im Raum kontinuierlich auf. Von Moment zu Moment. Der Haltungssinn ist es, der das Gehen und andere Tätigkeiten möglich macht und der bei Tänzern, Akrobaten, Jongleuren, Bergsteigern, Fahrradfahrern und Musikern gut ausgebildet sein muss. Am Menschen zeigt sich, dass Haltung wesentlich auch Gleichgewicht ist, und dass der Mensch für einen Sturz gut präpariert ist, vorausgesetzt, er aktiviert zum Abfangen des Sturzes nicht seine Ratio.

Eine leibliche Basis der Haltungen des Menschen sind seine zwei Füße. Auf ihrem Grund, den Fußsohlen, baut er seine Haltungen auf.

Die erste naturgegebene Haltung ist das aufrechte Stehen. Nur er beherrscht diese Haltung, die all seine Vermögen und seine Exzellenz im Tierreich zum Ausdruck bringt. In seiner Aufrichtung offenbart der Mensch, dass er das überlegene, mit Bewusstsein ausgestattete göttliche Tier ist. Stehen, Gehen und Laufen erfordern eine gut entwickelte Skelettmuskulatur und einen tiefen Atem. Da die Fußsohlen eine geringe Fläche haben, müssen die Muskeln ständig Kraft aufwenden, um die Gelenke von Fuß, Knie, Becken und Nacken im Gleichgewicht zu halten. Je elastischer und kräftiger die Muskulatur ist, desto unbeschwerter kann der Mensch stehen, gehen und laufen. Der Haupteinatmungsmuskel ist das Zwerchfell, das zwischen den unteren Abschnitten der Lunge und der Bauchhöhle liegt und sich in der Vertikalen dehnt. Wenn der Mensch steht oder liegt, kann es sich frei bewegen und die Lungen optimal mit Sauerstoff versorgen. In allen anderen Haltungen wird das Zwerchfell in seiner Ausdehnung begrenzt und die Atmung verringert.

Die zweite naturgegebene Haltung des Menschen ist das Liegen. Als Haltung der Ruhe und Entspannung ist es eine Opposition zum Stehen und eine für das Leben psychische und physische Notwendigkeit zur Regeneration. Eine Haltung, in der der Mensch einen unmittelbaren Kontakt zum Boden hat. In der Hingabe an die Schwere lassen auch Denken und Fühlen, Absicht und Wollen los. Das Ruhevermögen des Liegens folgt daraus, dass der Puls verlangsamt, der Blutdruck sich verringert, die Muskulatur entspannt und der Atem langsamer, tiefer und gleichmäßiger verläuft.

Die äußerste Form der Entspannung ist – wie bei allen Lebewesen – der Schlaf. Fledermäuse hängen und einige Fischarten begeben sich für ein kurzes Nickerchen in die Vertikale. Der Mensch dagegen begibt sich zum Schlafen gewöhnlich in die Horizontale. Er verliert seine innere und äußere Haltung, regrediert und wird zum Erdwurm. Die Haltung des Schlafes ist am wenigsten kulturell überformt.

 

3.2 Kulturhaltungen – Haltung als Disziplin und Intention

Jede Kultur entwickelt ihr eigenes Repertoire an Haltungen, die ein Zusammenspiel aus Natur und Kultur sind. Der Mensch liegt nicht nur oder steht und geht aufrecht, sondern je nach Kultur geht, steht und liegt er in einer besonderen Weise. So sind Liegen und Stehen, die naturhaften Haltungen des Menschen, auch Kulturhaltungen. Der Ethnologe Gordon W. Hewes hat auf den fünf Kontinenten etwa Tausend unterschiedliche Haltungen des Menschen skizziert. (6)

Über das größte Haltungspotenzial verfügt der Mensch, denn anders als Pflanzen und Tiere vermag er durch sein Kulturvermögen Haltungen zu erweitern und neue Haltungen zu erfinden, die charakteristisch für seine Art werden können. Die Zweifüßigkeit, die Vertikalität der Wirbelsäule, das Bewusstsein sowie alle daraus folgenden Konsequenzen für Leib, Seele und Geist bilden die Gestalt des Menschen, die neben ihrer naturhaften auch kulturelle Bedeutungen hat. Stehen bedeutet nicht nur Behauptung, das Obenhalten des Hauptes: Niedergeschlagene stehen mit gesenktem Kopf, Sieger aufrecht mit weiter Brust, Unsichere breitbeinig, Militärs nach vorn geneigt mit eingezogenem Bauch, Lesebrillenträger mit geneigtem Kopf und dem Blick schräg nach oben. Hinzu kommen geschlechterspezifische Weisen des Stehens. Doch die typischen Kulturhaltungen sind die Positionen zwischen Liegen und Stehen wie das Knien, Hocken, Lagern, wie das Lotussitzen und das Sitzen auf Stühlen, Haltungen, in denen Aktivität und Ruhe zusammenwirken.

Haltungen, die typisch für den Menschen und seine Kultur sind, werden vom Einzelnen modifiziert, persönlich gefärbt. An einer Kulturhaltung ist immer die ganze Persönlichkeit beteiligt, denn zu einer Haltung gehören physische und psychische Vermögen – die Eignung von Atem, Muskel und Gehirn, sowie der Wille, eine jeweilige Haltung einzunehmen. Am meisten ausgeprägt zeigt sich der Wille im aufrechten Stehen und Gehen, den Haltungen der Tatkraft und der Behauptung zur Bewältigung des Alltags. Der Mensch hält sich bei einer Aufgabe auf, kommuniziert oder befindet sich in einer Notsituation. Will er das Haupt oben halten, muss er sich stark und wollend nach außen richten.

Mit der Entscheidung für eine bestimmte Haltung werden andere vernachlässigt und entwickeln sich entweder nicht oder bilden sich zurück. Wer etwa nicht rechtzeitig lernt, auf Stühlen zu sitzen, wird später nicht ruhig auf einem Stuhl verharren können, umgekehrt wird derjenige nicht gut zu Fuß sein, der das Sitzen auf Stühlen früh erlernt hat. Einzelne Elemente der Haltung wie Fuß, Knie und Gesäß, wie Lende, Schulter und Kopf werden in den unterschiedlichen Kulturen in jeweils typischer Weise geformt und betont, wobei besonders einem Körperteil große Bedeutung beigemessen wird – dem Knie. Das Knie ist das größte Gelenk des Menschen und ein zentrales Haltungselement.

In der Zeit von Homer bis etwa 600 v. Chr. wird in bildlichen Darstellungen das Knie des griechischen Mannes als ein wichtiges Element der Haltung angesehen. Der Mann wird im kurzen Gewand, dem Chiton dargestellt, so dass die kräftigen Oberschenkel und die intakten, kräftigen Knie sichtbar sind. In der Zeit drohender Kriege sind die Haltungen des gesunden, kampfbereiten Griechen das freie Stehen und Lebenskraft bezeugende Kampfhaltungen. Dagegen gilt das gebeugte Knie bereits als Haltung des zu Boden gestreckten Kriegers. Erst in der Zeit der Demokratisierung, einer längeren Friedensphase, wird der griechische Mann sitzend dargestellt oder auf der Kline liegend – im langen, die Knie verdeckenden Gewand.

Seit der ersten Jahrtausendwende haben christliche Klöster in den Gottesdienst den beständigen Wechsel der Kniebeuge und für bestimmte Abschnitte die rechtwinklige Beugung des Knies eingeführt. Die Mönche haben Haltungen erfunden und zum Zweck der Spiritualisierung rhythmisiert. Der Rhythmus besteht in Abfolgen von Stehen, Knien, Sitzen und Stehsitzen und dem entsprechenden Rhythmus des Atmens beim Singen und Sprechen und bei der stillen Andacht. Dazu haben die Mönche das Chorgestühl mit Klappsitzen erdacht. Während der Lesungen sollen sie der Regel des Benedikt von Nursia zufolge sitzen. Ihre Spiritualisierung soll den Leib nach dem Modell Christi überwinden. Allerdings kann der Mensch den Leib nicht überwinden, sondern ihn in Exerzitien nur in eine neue Haltung bringen – oder ihn zerstören. Unter Bernhard von Clairvaux war die Askese so streng, dass ein Zisterziensermönch die Askese etwa zehn Jahre ertrug. Die Novizen traten mit achtzehn Jahren ins Kloster ein und schieden zehn Jahre später aus dem Leben. Bernhard sagte seinen Novizen, dass sie, wenn sie es eilig hätten mit der Frömmigkeit, ihre Körper draußen lassen sollten. Ins Kloster würden nur Seelen eintreten, das Fleisch diene zu nichts. Immerhin aber diente es doch dazu, Haltungswechsel durchzuführen, anschaulich zu machen und zu sedieren – eine Sonderform dessen, was wir disziplinieren nennen.

In der modernen Welt hat das Bürgertum das Knie in besondere Spannungen, Konstellationen und Winkelgrade gebracht. Im Gehen und Stehen ebenso wie im alltäglichen Sitzen auf Stühlen, seiner ureigenen Erfindung. Prototypen sind Soldat, Flaneur und Stuhlsitzer. Beim Appell drücken Soldaten die Knie durch. Sie spannen die Beine an, ziehen den Bauch ein und drücken die Fersen zusammen. Wenn sie den Bauch einziehen, werden sie zur Rippenatmung veranlasst, die infolge des Gegeneinanderdrückens der Fersen verstärkt wird. Dadurch erziehen sich Soldaten ein Disziplinarwerkzeug an, das hilft, Angst zu bannen und Kriegssituationen zu bewältigen. Das soldatische Stehen ist eine extreme Form der Behauptung. Die Knie der Flaneure sind entspannt. Sie entschleunigen sich im langsamen Schreiten. Sie nehmen den Druck vom Knie, weiten den Leib und geben sich eine Haltung der Ziel- und Absichtslosigkeit. Es ist die Geste des Überflusses und zugleich die Haltung der Kritik am Konsum, an der Technik und an der Hektik des Großstadtlebens. Die auf Stühlen sitzenden Bürger beugen die Knie im rechten Winkel. Sie halten sie unbeweglich, ohne mönchischen Haltungswechsel. Sie schreiten nicht aus, sondern halten sich in drei rechten Winkeln an einem Ort. Sie werden ortsgebunden wie Pflanzen, wenn sie sich unbewegt ihrer verwaltenden und geistigen Arbeit widmen. Deshalb warb ein Software-Unternehmen folgerichtig mit dem Slogan „In unserem Unternehmen herrscht Gehverbot“.

Erfahrungen von Krieg und von Frieden der Griechen, religiöse Ideen der Christen und die gesellschaftliche Praxis und Ideologie der Bürger sind mitbestimmend für die Haltungen des Menschen, die sich unter den wechselnden Bedingungen von Natur und Kultur entwickeln. Jede Haltung drückt eine Befindlichkeit und eine geistige Haltung dem Dasein gegenüber aus.

Knien ist eine Haltung der Andacht. Des Gedenkens, der Besinnung und des Dankens, der Sammlung und der Ruhe, wie in der japanischen Tee-Zeremonie und der christlichen Andacht, in der buddhistischen Meditation und im muslimischen Gebet. Knie und Knien können auch andere Bedeutungen haben, wie etwa beim „Kniefall“ das Zeichen der Aussöhnung, beim „in die Knie Zwingen“ das Zeichen des Sieges.

Hocken ist eine Haltung des In-der-Welt-Seins. Der Mensch ruht in der tiefen Kniebeuge, in der die Füße mit der ganzen Fußsohle den Boden berühren. Die Hocke ist eine stabile Position, da sich die Höhe des Körperschwerpunktes vom Stehen zum Hocken um mehr als die Hälfte reduziert. Zugleich schiebt sich der Schwerpunkt nach vorne und entlastet die Skelettmuskeln von der großen Haltearbeit. Die Pulsfrequenz ist gering und das Herz ist infolge der geringen Höhe vom Boden entlastet. In außereuropäischen Kulturen ist die Hocke eine weit verbreitete Ruhe- und Arbeitshaltung und aufgrund ihrer Stabilität, der beruhigenden Wirkung und der tiefen Lage des Beckens auch eine Gebärhaltung.

Lagern ist eine Haltung der Verbundenheit. Die Menschen ruhen in unterschiedlichen Haltungen auf dem Boden beieinander und sind einander zugewandt – wie beim Palaver der Eskimos. Sie spielen und speisen, sie feiern, besprechen Vergangenes und planen Neues.

Die Lotushaltung ist eine Haltung des Lassens. Eine Meditationshaltung die im Zusammenhang mit der Lehre des Buddhismus entstand und auf eine leibliche und geistig-spirituelle Ruhe zielt. Mit dem Gesäß auf einem flachen Kissen ruhend liegen die Außenkanten der Füße auf den Oberschenkeln des jeweils anderen Beins, während die Knie auf dem Boden Halt geben. Gut geerdet weiß der Meditierende um die Wirkung seiner Haltung auf Geist und Seele: Sie erzeugt Genügsamkeit und Gelassenheit. Der Lotushaltung liegt eine innere Haltung der Resignation zugrunde, eine Trauer, die von der Unerfüllbarkeit der Bedürfnisse in der äußeren, auf den Leib einwirkenden Welt ausgeht. Die Haltung soll das Leiden an der Welt überwinden, muss allerdings in der asketischen Bewegungsenthaltung selbst Leid auf sich nehmen, indem sie Leib und Sinne streng formt.

Stuhlsitzen ist eine Haltung des Machens. Des geordneten, rationalen und geplanten Machens – der Aktivität bei ruhiggestelltem Leib. Sitzen ist das Ruhen in einer dreifach rechtwinklig abgeknickten Haltung auf einer kniehohen Ebene und die Verlagerung der Lebensweise von den Füßen auf das Gesäß. Sitzen im Alltag ist eine Erfindung des europäischen Bürgertums um 1450. Um zu sitzen bedarf der Sitzende eines Gestells, des Stuhls. Sitzen ist die Demonstration königlicher Herrschaft. Da die gesamte Skelettmuskulatur anspannt, erweist sich das Stuhlsitzen als Werkzeug der Sedierung, das den Sitzenden über Atem und Muskel kontrolliert. Die Bauchhöhle wird zusammengedrückt und das Zwerchfell in seiner vertikalen Beweglichkeit begrenzt. Deshalb muss der Sitzende seine Zusatzatmung – das Atmen durch Rippendehnung –, aktivieren, indem er den Brustkorb weitet. Dasselbe veranlassen Kinder, wenn sie das Gefühl der Angst bannen wollen: Sie fixieren das Zwerchfell, halten die Luft an, und gehen danach zur Rippenatmung über. Umgekehrt gilt, dass derjenige, der die Rippenatmung aktiviert, sich latent im Zustand der Angst befindet – das ist der Zustand des Sitzenden. Die Rippenatmung ist eine verminderte Energieaufnahme, wodurch die im Sitzen bereits gespannte Skelettmuskulatur zusätzlich anspannt und die Atmung begrenzt, die wiederum die Muskulatur spannt, die die Atmung weiter begrenzt. Dieser wechselseitige und kreisläufige Vorgang ist der Sitzmechanismus, an dem die Sitzenden ihre ordnenden und rationalen Fertigkeiten zur Höchstform entwickeln, zu einer enormen Produktivkraft, die Europa materiell und kulturell mächtig gemacht hat. Zuerst saß die bürgerliche Oberschicht, später auch die Mittelschichten, bis in der Französischen Revolution das Sitzprivileg aufgehoben wurde und jeder sitzen durfte. Mit dem ersten Massenstuhl – dem Wiener Kaffeehaus-Stuhl von 1859 – etablierte sich das Sitzen endgültig. Galt es zunächst, jedem einen Stuhl zu verschaffen, verfügt heute jeder moderne Mensch über etwa drei Dutzend Sitze. Als aktuell letzte Haltungsneuerung erweist sich das Stuhlsitzen als Konsequenz der Evolution.

In einer zeitlichen Raffung der Evolution wird deutlich, dass das Becken eine Drehung nach rückwärts erfährt und der Rumpf sich allmählich aufrichtet und beim stehenden Menschen sein vorläufiges Ende findet, dass aber der Aufrichtung des Rumpfes um 90 Grad lediglich eine Rotation des Beckens um 45 Grad entspricht. Das ist aufschlussreich, denn wenn sich der Stehende setzt, dreht sich das Becken weiter nach hinten und erlangt im Sitzen eine nahezu vertikale Position. Würde nun die Aufrichtung der Wirbeltiere an der Rotation des Beckens bemessen, nicht am Rumpf, ergäbe sich eine interessante anthropologische Deutung: Das Sitzen auf Stühlen wäre eine Fortsetzung der Rumpfaufrichtung und das Weitertreiben der Evolution mit den Mitteln von Freiheit, Bewusstheit und Intelligenz. Die Kulturhaltung des Stuhlsitzens triebe den Menschen über sich hinaus – vom Homo sapiens sapiens zum Homo sapiens sedens – und griffe mit den Mitteln der Kultur ein in die Evolution der Natur und ihre Gestaltwandlungen. (Abbildung)

 

4. Ökologie der Haltung

 

Der moderne Mensch ist noch nicht bei seiner Haltung angekommen. Für Klima, Ernährung und Naturressourcen gewinnt er nach und nach ein Sensorium, ebenso für die Kraft und die Beweglichkeit seines Leibes – nicht jedoch für seine Haltung.

Im Sport und im Tanz zeigten die Menschen die Variationsbreite ihrer Kulturhaltungen. Historisch dienten sie der Verteidigung und dem Angriff ebenso wie der allgemeinen Ertüchtigung und Disziplinierung. Moderne Ertüchtigungsbewegungen wie Fitness und Extremsport sind ambivalente Phänomene. Einerseits sind sie Reaktionen auf das Festgehaltensein und das mangelnde Bewegungsangebot des modernen Lebens, andererseits sind sie festgehaltene Bewegungen, gestützt durch Technik. Nicht die angemessene oder maßvolle Ertüchtigung ist das Ziel, sondern Wagnis, Rekordleistung, Sensation und Nervenkitzel. Der Mensch hat sein Haltungsmaß noch nicht gefunden. Mit dem unterentwickelten Sinn für seine Kulturhaltungen vernachlässigt er jedoch seine inneren Qualitäten.

Der Mensch braucht Bewegung, Haltungswechsel und seiner Persönlichkeit angemessene Haltungen. In der Angemessenheit liegt die Haltungsqualität, die Ausdruck der Qualität des Innern, der inneren Haltung ist: des Wollens und Denkens, des Fühlens, Verhaltens und der Moral. Wie Shoko Suzuki sagt, ist der Meister leicht vom Schüler zu unterscheiden – der souveräne Mensch ist Meister seiner Haltungen.

 

 

Anmerkungen

1 Vgl. Lipton, Bruce H., Intelligente Zellen. Wie Erfahrungen unsere Gene steuern, Burgrain 2007, S. 84ff; und vgl. Nüsslein-Volhard, Christiane, Von Genen und Embryonen, Stuttgart 2004, S. 25.

2 Feldenkrais, Moshé, Bewußtheit durch Bewegung. Der aufrechte Gang, Frankfurt am Main 1982, S. 64.

3 Das Chlorophyll und das Hämoglobin der roten Blutkörperchen sind zwei nahezu identische Moleküle, die aus dem gleichen Urmolekül hervorgegangen sind.

4 Schopenhauer, Arthur, Über den Willen in der Natur. Vergleichende Anatomie, S. 233 – 275, in: Werke in zehn Bänden, hg. v. Arthur Hübscher, Zürich 1977, Bd. V, S. 245.

5 Schopenhauer, Arthur, a.a.O., S. 244.

6 Hewes, Gordon W., The Anthropology of Posture, in: Scientific American, Febr. 1957.

 

Evolution – Differenz der Aufrichtung von Rumpf und Becken

 

© Hajo Eickhoff 2014

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25. September 2017

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